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Formel 1: Boykott wegen Alonso-Unfall?

F1-insider.com
Hat McLaren-Star Fernando Alonso einen Stromschlag erlitten oder nicht? Einige Teams wollen es jetzt genau wissen und drohen mit Boykott

Der mysteriöse Testunfall von McLaren-Honda-Pilot Fernando Alonso könnte ernste Konsequenzen für den Großen Preis von Australien am 15. März in Melbourne haben. SPORT BILD online berichtet: Mehrere Teams denken darüber nach, ihre Fahrer aus Sicherheitsgründen beim Auftaktrennen nicht an den Start gehen zu lassen. Hintergrund: Immer noch ist es nicht zweifelsfrei erwiesen, dass der spanische Doppelweltmeister keinen Stromschlag durch die Hochleistungsbatterien der Hybridsysteme erhalten hat und deshalb kurzfristig das Bewusstsein verlor.

Die Angst der Teamverantwortlichen: Ein eventueller Stromschlag im Rennen könnte tödliche Folgen haben. Sollte ein solcher Elektroschock im McLaren-Honda aufgetreten und damit bewiesen sein, dass die Hybridsysteme nicht hundertprozentig sicher sind, müssten Konsequenzen gezogen werden. Ein Teamchef zu SPORT BILD: „Wenn ein Flugzeugtyp abstürzt und auch nur das geringste Risiko besteht, dass der Absturz wegen eines fehlerhaften Systems passiert ist, wird keine Maschine dieses Typs mehr in die Luft gelassen.“

 

Sky Italia schürt derweil die Stromschlag-Theorie: Mitarbeiter des Privatsenders wollen aus dem Umfeld Alonsos erfahren haben, dass der Spanier plötzlich einen heftigen Schlag im Bereich der Wirbelsäule gespürt habe. Das sei das letzte gewesen, an das er sich vor dem Unfall noch erinnern könne. Offiziell will keiner der Teambeteiligten etwas sagen, aber ein Teamchef sagt zu diesem Online-Portal: „Die Formel 1 hat bisher Riesenglück gehabt, dass wegen der Hybridsysteme noch nichts passiert ist. Wenn einer meiner Fahrer einen solchen Unfall gehabt hätte, würde ich alle Teams einladen die Daten zu studieren – einfach nur um Gewissheit zu haben. Honda muss jetzt zusammen mit der FIA Antworten liefern. Die haben wir bisher nicht bekommen.“ Der Teamboss ergänzt, es sei sogar „grob fahrlässig, wenn McLaren-Honda versucht einen möglichen Stromschlag zu verheimlichen.“

Bisher hat sich das McLaren-Team in der Tat in Widersprüche verstrickt. Besonders, was die Verletzungen Alonsos betrifft. Erst hatte er eine Gehirnerschütterung auf Grund des Aufpralls in die Mauer. Drei Tage später nahm McLaren-Chef Ron Dennis das wieder zurück. Er sei völlig unverletzt, ließ der Brite während der letzten Testfahrten in einer eigens einberufenen Pressekonferenz verlauten. Das letzte Statements McLarens sprach wieder von einer Gehirnerschütterung. Deshalb würde Alonso das Rennen in Australien zur Sicherheit auslassen. Ein zweiter Aufprall innerhalb weniger Wochen könne für bleibende Schäden im Gehirn sorgen.

Simulation von Alonsos Crash. Copyright: Youtube

Simulation von Alonsos Crash. Copyright: Youtube

Bleibt weiter die Frage: Warum ist Alonso überhaupt so seltsam in die Mauer gekracht? Sebastian Vettel hatte berichtet, dass der Crash „nicht wie ein normaler Unfall“ ausgesehen habe. Erst nach einem Gespräch im McLaren-Bus ruderte der Doppelweltmeister zurück und will plötzlich nicht mehr dicht genug dran gewesen sein. SPORT BILD erfuhr außerdem aus Quellen in Alonsos Umfeld, dass der Aufprall seinen Kopf deshalb so hart getroffen habe, weil „Alonso Bewusstsein vermutlich vorher schon beeinträchtigt war.“

Fest steht: Sowohl Techniker von Mercedes als auch von Renault können einen Stromschlag im Auto nicht 100 prozentig ausschließen. Dies könne passieren, wenn fünf verschiedene Sicherheitssysteme versagen, die beide Hersteller in ihr mit Hochleistungsbatterien betriebenes Hybridsystem eingebaut haben. Ein Techniker: „Was nicht unmöglich ist, kann am Ende eben doch möglich sein.”

Brisant dabei: Der Honda-Antrieb hat offenbar nur drei Sicherheitssysteme. Merkwürdig ist auch, was die spanische Tageszeitung El Mundo erfahren haben will. Demzufolge hätte Alonso intern gefordert, dass McLaren den Unfall vollständig aufkläre. Falls das nicht geschehe, wolle er sich nicht mehr in den McLaren-Honda setzen.

 

GOOGLE TRANSLATOR (no more, no less)

The mysterious accident during testing of McLaren-Honda driver Fernando Alonso could have serious consequences for the Australian Grand Prix in Melbourne on 15 March. SPORT BILD learned: Several teams are thinking about to let their drivers go for safety reasons in the season opener. Background: It is still not proven beyond reasonable doubt that the Spanish double world champion has not received an electric shock through the high performance batteries of hybrid systems.

The fear of the team leaders: A possible electric shock in the race could be fatal. Should it have occurred in the McLaren-Honda, thus demonstrating that hybrid systems are not fully proof, consequences should be drawn. A team boss to SPORT BILD: “If a plane crashes and even the slightest risk that the crash happened because of a faulty system, not a machine of this type is left longer in the air.”

Sky Italia stokes meanwhile the electric shock theory: Employee of the private broadcaster want to learn from the environment Alonso that the Spaniard had suddenly felt a major shock in the spine. Officially, no one wants the team involved to say something, but team boss says to this online portal: “Formula 1 has been very lucky that nothing has happened because of the hybrid systems so far. If any of my driver would have had such an accident, I would invite all teams to study the data – simply just to have certainty. Honda must provide answers now with the FIA. We have not got them yet.” The team boss added that it was even “grossly negligent if McLaren-Honda tried to conceal a possible electrical shock. ”

So far, the McLaren team has actually entangled in contradictions. Especially when it comes to injuries of Alonso. First he had a concussion due to the impact in the wall. Three days later, McLaren boss Ron Dennis denied that. He was completely unhurt, was what the team principal during the last test at a specially convened press conference announced. The last statement McLaren spoke again of a concussion. Therefore Alonso would miss the race in Australia for safety. A second crash within a few weeks could provide permanent damage in the brain.

Remains the question: Why is Alonso ever crashed into the wall so strange? Sebastian Vettel had reported that the crash was “not like a normal accident”. After being in the McLaren bus the double world champion suddenly no longer claims that he was close enough to it. SPORT BILD also learned from sources in Alonso’s environment that the impact had therefore hurt his head so hard, because “Alonso’s consciousness has probably previously been compromised.”

One thing is certain: Both technicians of Mercedes and Renault can not guarantee 100 percent that there is no electric shock in the car. This could happen if five different safety systems fail, both manufacturers have incorporated into their operated with high-performance batteries hybrid system. A technician: “What is not impossible, may end up to be possible.”

Brisant here: The Honda PU appears to have only three security systems. It is also strange that claims to have learned the Spanish daily El Mundo. Accordingly, Alonso would have required internally that McLaren fully enlighten the accident. If this does not happen, he would no longer sit in the McLaren-Honda.

View Comments (2)

2 Kommentare

  1. Simon

    4. März 2015 at 12:19 pm

    Vielleicht hat Alonso ja mit Absicht gecrasht, um behaupten zu können, dass der McLaren ein Sicherheitsrisiko ist. Und schwupps sitzt er 2016 im Mercedes. Das ist bestimmt sein grosser Plan gewesen. McLaren und Alonso, es wird leider nie eine Liebe werden…..(bitte nicht ernst nehmen)

    Maybe Alonso crashed on propose to have an reason for whithdrawing from his contract with McLaren (because the McLaren is a safety issue). And then he suddenly will drive for Mercedes in 2016. Thats his so called plan. McLaren and Alonso will sadly never worked out…(dont take my conclusions too serious ;))

  2. Pingback: Unfall-Theorie: Sagt Alonso die Wahrheit? - F1-insider.com

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