Kein TAG wie jeder andere

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Es ist nun offiziell. Red Bull bleibt definitiv in der Formel 1. Red Bull wird mit Motoren fahren, die Renault liefert. Weiterentwickelt werden sie von Ex-Mercedes-Motorenbauer Mario Illien. Der Motor trägt den Namen Tag Heuer. Der Schweizer Uhrenkonzern steigt als Namensgeber des Motors in das Formel-1-Projekt mit ein. Das neue Auto für 2016 trägt den Namen Red Bull -TAG Heuer RB12. Die Fahrer bleiben mit dem Australier Daniel Ricciardo und dem Russen Daniiel Kvyat die gleichen wie 2015.

Auch die Zukunft von Red-Bulls-Juniorteam Toro Rosso ist gesichert. Das in Faenza stationierte Team wird mit Ferrari-Motoren von 2015 an den Start gehen. Max Verstappen (NL) und Carlos Sainz (E) werden damit ihre zweite Saison bei Toro Rosso in Angriff nehmen.

Der Red-Bull-Deal mit TAG Heuer wurde möglich, weil Renault nach monetalengem Ringen sich jetzt doch entschieden hat, das von der Insolvenz bedrohte Lotus-Team zu kaufen und damit mit eigenem Team und nicht nur mit eigenem Motor in der Königsklasse des Automobilsports zu bleiben. Dadurch erst wurde der Weg für Red Bull frei, den Renault-Motor in Eigenregie weiterzuentwickeln. Für Red-Bull-Chefdesigner Adrian Newey und Mario Illien gibt es ein Comeback. Beide arbeiteten von 1998 bis 2005 bei McLaren-Mercedes zusammen. Unter anderem gewannen sie dabei mit Mika Häkkinen 1998 und 1999 zwei Fahrertitel.

Die Erleichterung war Red-Bull-Chefberater Helmut Marko anzuhören. Monatelang kämpfte er verzweifelt darum, eine Motorlösung für die beiden Red-Bull-Teams zu finden. Sowohl Mercedes als auch Ferrari verhandelten lange mit Red Bull für eine Motorenlieferung für 2016. Zusammen aber kamen die Parteien nicht. „Das wichtigste jetzt ist, dass es weitergeht,“ so Helmut Marko, „auch wenn wir drei Monate im Rückstand sind.“ Das bedeutet für den Saisonauftakt in März, dass Schwesterteam Toro Rosso vom Motor her noch einen Vorteil gegenüber Red Bull haben könnte. Grund: Acht Zehntel, so betrug der Vorsprung laut internen Rechnungen des Ferrari-Motors von 2015 gegenüber dem Renault-Antriebsaggregat. Für Mario Illien, der im Moment noch in Australien ist, liegt also eine Haufen Arbeit vor sich.

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