Red Bull-Boss: Formel 1 zu reglementiert

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Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko hat sich Gedanken über die Zukunft der Formel 1 gemacht. In einem Interview in der neuesten Ausgabe von AUTO BILD MOTORSPORT sagt der Grazer Jurist:

„Die Formel 1 ist immer noch das Highlight des Motorsports. Die Atmosphäre, die Strecken, die Fahrer sind die besten. Das ist das Positive.“

Aber?

„Die Autos sind zu wenig spektakulär, der Fahrer leider deutlich in den Hintergrund getreten. Aber da reagiert man mit der Reglementänderung für 2017 (aggressivere und schnellere Chassis; d. Red.). Leider haben wir dieses hochkomplizierte Triebwerk, von dem Jean Todt der Ansicht ist, dass es neue Hersteller in die Formel 1 gezogen hat und zieht. Ich denke: Letztlich ist es wichtiger die Fans zu haben als Hersteller. Denn die kommen und gehen“.

Das aktuelle Motorreglement dauert noch bis 2020. Danach wünscht sich der Österreicher „einen Motor, der einen besseren Sound hat und weniger komplex ist. Ich stelle mir auch die Frage: Wozu brauchen wir eine Servolenkung? Warum ein Automatikgetriebe? Fehler der Fahrer sollten auf der Strecke härter bestraft werden, körperlich muss der Sport wieder anstrengender werden. Je gefährlicher es ist, sich am Limit zu bewegen, desto weniger können das. Wir wollen die Besten der Besten sehen und keine Piloten, die sich wie im Pkw zurücklehnen können.“

Zu F1-insider.com sagt Marko außerdem: „Die Formel 1 ist im Moment zu sehr reglementiert, was die Strafen betrifft. Es wird zuviel geahndet. Was im Straßenverkehr in Ordnung ist, kann man nicht auf die Rennstrecke übertragen. Fans wollen Fights am Limit sehen – dazu muss man den Piloten aber auch gewisse Freiheiten im Zweikampf lassen.“

Die Regeländerungen ab 2017 seien aber laut Marko „zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Optisch wird das Auto aggressiver wirken und schwieriger für den Fahrer zu beherrschen sein. Das ist das, was wir anstreben.“

Mehr aus dem Interview in AUTO BILD MOTORSPORT lesen Sie morgen hier auf f1-insider.com


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