Rosberg wieder mit Kämpferherz

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Der dritte Platz von Bahrain klingt schlechter, als er ist… Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat sich in Bahrain in den Reihen der Formel-1-Fahrer mit Kämpferherz zurückgemeldet. Zweimal fiel er während der Boxenstopps hinter Sebastian Vettel zurück, zweimal konterte er auf der Strecke. Zuvor zog er nach einem gegen den Finnen verlorenen Start auch an Kimi Räikkönen vorbei. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schwärmt: „Das war Nico Rosberg at his best!“

Der so Gelobte aber konnte sich trotz seiner anerkannt guten Leistung nicht so richtig freuen. Rosberg enttäuscht: „Freut mich, dass Toto es so sieht, aber für einen dritten Platz kann ich mir nichts kaufen.“ Außer eine gute Portion Selbstvertrauen! Denn immerhin verriet Rosberg noch die folgende Erkenntnis: „Ich habe mich wohlgefühlt im Auto. Dadurch konnte ich auch wieder selbstbewusster fahren und angreifen.“

Rosberg auf dem Podium von Bahrain. Copyright: Mercedes

Rosberg auf dem Podium von Bahrain. Copyright: Mercedes

Den zweiten Platz verlor Rosberg nur deshalb, weil sein Bremspedal am Ende durchfiel. Erst waren die Bremsen zu heiß geworden, dann hatte das elektronische Bremspedal in der vorletzten Runde auch noch seinen Dienst versagt – wie übrigens auch bei Teamkollege Hamilton. Der Deutsche verpasste dadurch den Bremspunkt und die richtige Linie, Kimi Räikkönen schlüpfte durch. Egal. Am Ende zählt der Gesamteindruck. Und der ist positiv. „Jeder, der Zweifel hatte, ob Nico im Rennen brutal genug ist, wurde heute eines besseren belehrt“, resümierte Toto Wolff. „Jetzt braucht Nico mal ein sauberes Qualifying, die Pole und muss das Rennen von dort an kontrollieren. Wir sind erst vier Grand Prix gefahren. Ich habe keine Zweifel, dass Nico nach seiner außergewöhnlichen Fahrt in Bahrain weiter zurückschlagen wird.“

Auch Rosberg selbst sieht den Rückstand von 27 Punkten auf seinen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton noch nicht als Ende der Welt. Rosberg: „Mit einem Auge habe ich schon mal auf den Punkteabstand zu Lewis geschaut. Das ist aber nicht mein Fokus. Ich brauche jetzt mal ein paar coole Rennen.“

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