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Mercedes: Daimler-Chef lobt Rosberg

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Rosberg im Silberpfeil 2014. Copyright: Mercedes

Man könnte fast glauben, Nico Rosberg ist Weltmeister geworden und nicht Lewis Hamilton… Jedenfalls lobt Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche nur den Deutschen explizit in seinem internen Weihnachtsbrief an alle Mitarbeiter, der SPORT BILD exklusiv vorliegt.

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,“ schreibt Zetsche dort, „über die Formel-1-Saison 2014 ist viel gesagt und geschrieben worden. Mir selbst wird ein Satz besonders in Erinnerung bleiben: ,Ich wollte einfach die Zielflagge sehen.‘ Die Worte stammen von Nico Rosberg – und sie beziehen sich auf das letzte und entscheidende Rennen der Saison, den Großen Preis von Abu Dhabi. Ausgerechnet dort fiel Nico mit technischen Schwierigkeiten zurück. In Runde 54 kam dann per Funk die Ansage: ,Komm in die Box – wir haben zu viele Probleme mit dem Auto.‘ Aber Nico hat das Rennen bis zum Schluss durchgezogen. Dabei ging es nicht nur um die Zielflagge, es ging auch ums Prinzip: nicht aufgeben, sondern dranbleiben und sich durchbeißen.“

Der Daimler-Boss erklärt weiter, warum Rosbergs Einstellung so vorbildhaft für ihn ist. Zetsche: „Mit dieser Haltung haben sich nicht nur unsere Motorsport-Kollegen in den letzten Jahren Schritt für Schritt nach vorn gearbeitet. Dranbleiben und sich durchbeißen – das macht sich bei Daimler insgesamt bezahlt.“

Indes berichtet SPORT BILD in seiner aktuellen Ausgabe, ass auch Audi über ein Engagement in der Formel 1 nachdenkt. Dafür müsse aber Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone entmachtet werden, so das Blatt. VW-Patriarch Ferdinand Piech werde nie grünes Licht für eine Serie geben, bei der der Brite weiterhin als Alleinherrscher fungiert. Ein erstes Indiz für eine neue Ära an der Spitze der Königsklasse gibt es aber schon: Mit Ex-Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo wurde ein Mann im Vorstand der F1-Gruppe installiert, der nach Höherem strebt. Audis Bedingung Nummer zwei: Die aktuellen Hybridmotoren müssten beibehalten werden. Dafür macht sich offenbar auch Ferrari stark. Deren Präsident Sergio Marchionne hatte beim Weihnachtsessen in Maranello durchblicken lassen, dass er grundsätzlich am aktuellen Antriebsreglement festhalten will – die Regeln allerdings im Detail modifiziert werden müssten

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hat außerdem bestätigt, was SPORT BILD in den vergangenen Wochen exklusiv gemeldet hatte. Hamilton-Dateningenieur Jock Clear wechselt als Chefingenieur zu Ferrari. Ross Brawn, Adrian Newey und auch Bob Bell kommen dagegen nicht nach Maranello. Der personelle Umbau sei mit der Verpflichtung von Clear abgeschlossen.

 

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