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Vettel: So kam ich zu Ferrari

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Sebastian Vettel spricht im Interview mit der Gazzetta dello Sport erstmals ganz offen über seinen Weg zu Ferrari

Sebastian Vettel hat sein erstes ganz großes Interview als Ferrari-Fahrer der italienischen Gazzetta dello Sport gegeben. Darin verrät er unter anderem, wie er zu Ferrari kam. Die besten Zitate lesen Sie hier:

“2003 war ich das erste Mal in der Ferrari-Garage. Michael ist damals gefahren. Es war am Nürburgring, Ich fuhr in der Formel BMW. Es war eine Ehre für mich, einmal hinein zu schauen. Ich war erst 15 Jahre alt, alles war neu und kannte absolut niemanden im Team.”

“Den ersten seriösen Kontakt hatte ich mit Stefano Domenicali. Das war noch zu Toro-Rosso-Zeiten, 2008. Schon damals redeten wir manchmal über eine gemeinsame Zukunft. Ich habe auch Luca di Montezemolo kennengelernt. Die Kontakte blieben die ganze Zeit erhalten, es gab aber nie ernsthafte Vertragsgespräche.”

Vettel heute bei einer Pressekonferenz von Ferrari-Sponsor Santander in Mönchengladbach

“2014 änderte sich einiges bei Ferrari. Domenicali ging, Mattiacci kam und später war auch Montezemolo nicht mehr da. Mit Marco Mattiacci und Montezemolo begannen im Sommer letzten Jahres die ernsthaften Gespräche. Als ich merkte, dass ich bereit wäre zu wechseln, begann ich mit Leuten, die Ferrari kannten, zu reden. Das waren einige. Unter anderem Sabine Kehm, weil ich ja unglücklicherweise nicht mehr mit Michael über Ferrari reden konnte.”

“Als ich herausgefunden habe, dass Sergio Marchionne der Big Boss war, war er natürlich der Fixpunkt meiner Gespräche. Entscheidend war aber die Message: Das wir zusammen gewinnen wollten. Und dass ich den Eindruck hatte, dass mich Ferrari unbedingt wollte. Dann ging es relativ schnell, weil zwei Punkte zusammenkamen. Ich konnte auf Grund einer Option Red Bull Ende 2014 verlassen. Und ich fühlte, dass ich es die richtige Zeit für mich war, den Schritt zu zu machen.”

“Vor vielen Jahren habe ich mit Michael schon mal über Ferrari geredet. Er sagte wie speziell Ferrari ist, wie besonders die Atmosphäre dort ist. Aber zu diesem Zeitpunkt war ich noch zu sehr mit Red Bull verbunden und dankbar, dass sie mir die Chance gegeben haben. Deshalb war ein Wechsel da noch kein Thema.”

“Enzo war eine extrem starke Persönlichkeit, mit einer grosser Passion. Derr nicht nur sich einen Traum verwirklichste, sondern einer ganzen Generation.”

Ich habe zwar Leute, die mir helfen, aber verhandeln tue ich selbst. Ich habe nie den richtigen Manager gefunden, deshalb musste ich das alles selbst lernen. Am Ende unterschreibe ich ja auch für mich selbst, deshalb ist das auch gut so.”

“Am meisten rede ich natürlich mit meiner Lebensgefährtin. Sie steht mir am nächsten. Auch mit meinen Eltern berate ich mich, das ist auch klar. Ebenso mit Freunden.”

“Der Einfluss meiner Eltern war besonders am Anfang meiner Karriere massiv. Je älter ich wurde, desto weniger wurde er. Als kleine Anerkennung habe ich meinem Vater einen Ferrari geschenkt. Aber das schönste Geschenk für meine Eltern ist immer noch Zeit mit ihnen zu verbringen.”

“Newey? Er hatte eine Schlüsselposition im Tream. Er hatte gute Ideen und brachte gute Leute zusammen. Aber wir haben nie darüber geredet, mal zusammen zu Ferrari zu gehen.”

“Ich habe keine Ahnung, ob und wie mich Alonso und Hamilton kritisiert haben. Ich befasse mich nicht mit solchen Dingen. Ich jedenfalls respektiere sie sehr von meiner Seite aus.”

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