Großer Preis von Belgien 2019

Mercedes muss sich in Spa erstmals in dieser Saison Ferrari geschlagen geben. Grund ist der Topspeed auf den Geraden. Toto Wolff bezieht Stellung.

Am Ende war es denkbar knapp, doch den Sieg von Ferrari-Pilot Chalres Leclerc konnte Lewis Hamilton trotz Aufholjagd in den Schlussrunden nicht mehr verhindern. Weniger als eine Sekunde betrug Hamiltons Rückstand im Ziel auf den Sieger.

„Eigentlich ist die Zahl 44 meine Glücksnummer (und Startnummer; d. Red.), aber heute hätten es ruhig noch ein paar Runden mehr sein dürfen, dann hätte es vielleicht gereicht“, erklärt Hamilton in Anspielung auf die Renndistanz von 44 Runden in Spa.

„Ich habe alles gegeben. Aber Ferrari war zu schnell auf den Geraden. Es war wirklich hart, an ihnen dranzubleiben.“

Mercedes-Sportchef Toto Wolff kann mit den beiden Podestplätzen seiner Fahrer – Valtteri Bottas wird hinter Hamilton Dritter – trotzdem leben: „Das war heute gute Schadensbegrenzung für uns, mit einem Paket, das nicht perfekt ist für Spa. Platz zwei und drei, das hätte ich vor dem Rennen sofort unterschrieben“, sagt der Österreicher.

qualifying result 2019 spa
Credit: Mercedes

„Auf der anderen Seite muss man auch anerkennen, dass heute der Richtige gewonnen hat. Charles hat seinen ersten Sieg verdient, das Ferrari-Paket war wirklich gut in Spa.

Aber auch vor dem Hintergrund, dass Charles mit Anthoine befreundet war, war das vielleicht der richtige Zeitpunkt“, so Wolff in Bezug auf den am Vortag tödlich verunglückten Formel-2-Piloten Anthoine Hubert.Mit Blick nach vorne erwartet Wolff für das anstehende Rennen in Monza eine ähnlich schwere Aufgabe für sein Team wie in Belgien.

„Ich denke nicht, dass wir in fünf Tagen 15 km/h finden können“, schmunzelt der Wiener. „Wir wissen, dass Monza uns auch nicht liegen wird. Aber immerhin sind wir sonntags auch auf den Power-Strecken näher dran.“

Und das, obwohl Mercedes in Spa im Rennen etwas Vorsicht walten lassen musste, wie Wolff einräumt: „Wir haben dieses Wochenende die dritte Motorausbaustufe eingeführt und diesbezüglich war es kein gutes Wochenende, weil wir mit Perez und Kubica zwei Schäden hatten (bei den Kundenteams Racing Point und Williams; d. Red.).“

Aufgeklärt sind diese noch nicht.

„Die Schäden sehen unterschiedlich aus und müssen erst noch analysiert werden, damit wir sie verstehen. Massiv beeinträchtig haben sie uns zwar nicht, aber wir haben im Rennen deshalb auch kein Risiko genommen“, deutet Wolff an, dass die Silberpfeile auf die höchsten Power-Modi diesmal verzichtet haben.

*Dieser Artikel ist als Erstes in AUTO BILD MOTORSPORT (ABMS) erschienen.

Get F1 Insider Gifts!

No spam guarantee.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here