Mercedes F1 History

Nach der Tragödie um Anthoine Hubert in Spa rückt die Sicherheit im Motorsport einmal mehr in den Fokus. ABMS zeigt den Verlauf der Geschichte:

Es sind die dunkelsten Stunden der Formel 1. Die Momente, wenn der Sport grausam werden kann. 32 Rennfahrer fanden im Formel-1-Auto an einem offiziellen Grand Prix Wochenende den Tod (siehe Fotostrecke) – rechnet man Testfahrten und Nicht-WM-Rennen mit, sind es sogar 52. Doch sie machten die Serie damit jedes Mal auch ein Stück sicherer.

Genau wie andere schwere Unfälle. Die Massenkarambolage in Spa 1998 brachte Halteseile für die Reifen. Michael Schumachers Frontalcrash in Silverstone 1999 förderte die Entwicklung der modernen Tecpro-Barrieren.Nachdem Felipe Massa in Ungarn 2009 eine 800 Gramm schwere Metallfeder von Rubens Barrichellos BrawnGP-Renner an den Helm flog, wurde ein Zylonband über dem Visier eingeführt.

1970: Aus Sicherheitsgründen müssen die Fans nun mindestens drei Meter von der Strecke entfernt stehen. Zwischen Strecke und Boxengasse wird eine Trennmauer zur Pflicht.
1971: Fahrer müssen im Brandfall binnen fünf Sekunden das Cockpit verlassen können
(wird getestet). 1975 erst wirdfeuerfeste Kleidung Pflicht.
1972: Damit Fahrer bei Überschlägen nicht mehr aus dem Wagen schleudern, wird der
Sechs-Punkt-Gurt Pflicht – zwei Jahre nach Jochen Rindts Unfall 1970 in Monza (Foto).
1975: Kopfstütze und Feuerlöscher an Bord
1978: Professor Dr. Sid Watkins wird erster Chefarzt der Formel 1. Die medizinischen Rahmenbedingungen verbessern sich nun immer mehr.
1979: Die Cockpit-Öffnungen werden größer, damit man den Wagen im Notfall leichter verlassen kann. Einige Fahrer treten erstmals mit fünfschichtigem, feuerfestem Overall an, darunter Niki Lauda.
1980: Ein Streckenkrankenhaus wird vorgeschrieben, ab 1986 auch ein Rettungshubschrauber.
1981: Das Kohlefaser-Monocoque etabliert sich und wird um den Fußbereich erweitert.
1985: Erste Crashtests für die Frontpartie des Rennwagens finden Eingang ins Reglement.
Ab 1988 gibt es solche Belastbarkeitstests auch für das gesamte Monocoque. Über die
Jahre werden die Regeln weiter verschärft und auf weitere Bauteile ausgeweitet.
1991: Tests für Überrollbügel, Gurte und Überlebenszelle.
1992: Erstmals wird der Einsatz des Safety-Cars genau geregelt. Zuvor kam es nur sporadisch zum Einsatz.
1994: Kein Renntempo mehr in der Boxengasse. Im Training sind nur noch 80 km/h erlaubt, im Rennen 120 km/h.
1995: Seitliche Crashtests werden eingeführt.
1997: Jedes Auto muss ab sofort einen Unfalldatenschreiber an Bord haben. Außerdem
muss nun auch das Heck Aufpralltests standhalten.
1999: Damit Reifen bei Unfällen nicht zum tödlichen Geschoss werden, müssen sie
durch ein Halteseil am Auto befestigt werden.
2000: Die Aufprallgeschwindigkeit beim Frontcrashtest steigt von 13 auf 14 Meter pro
Sekunde. Die Kohlefaserwände des Cockpits müssen mindestens 3,5 Millimeter dick sein.
2001 werden die Cockpitwände höher gezogen.
2002: Weil 2000 in Monza und 2001 in Melbourne (Foto) zwei Streckenposten durch umherfliegende Reifen sterben, bekommt jedes Rad nun zwei Halteseile.
2003: Das Head-and-Neck-Support-System (HANS) wird eingeführt, es stabilisiert und
chützt Kopf und Nacken des Fahrers beim Unfall.
2005: Die Schutzpolster im Cockpit werden verstärkt. Die Halteseile der Reifen müssen
nun Kräften von bis zu sechs Tonnen widerstehen. Frontflügel und andere aerodynamische Bauteile dürfen nicht länger aus beliebigen Materialien bestehen. Extrahartes Kevlar wird Pflicht.
2006: Erstmals wird mit Tecpro-Barrieren als Streckenbegrenzung experimentiert. Die Kunststoffblöcke absorbieren 40 % mehr Energie als herkömmliche Reifenstapel.
2008: Cockpitwände werden noch einmal 5 cm höher.
2011: Nach Felipe Massas Unfall in Ungarn 2009 müssen die Helme über dem Visier
nun ein Zylon-Band haben, das die Fahrer vor herumfliegenden Teilen schützt.
2013: Helmpflicht für alle, die während des Rennens am Auto arbeiten. Nur noch Teammitglieder und Marshalls dürfen in Qualifying und Rennen in der Boxengasse sein.
2015: Komplettes Chassis mit Zylonschutz, einem schussischerem Material.
2016: Nach Jules Bianchis tödlichem Crash mit einem Bagger in Suzuka wird die virtuelle SafetyCar-Phase eingeführt.
2018: drei statt zwei Halteseile aus Kevlar an den Reifen.

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