Lewis Hamilton 2019 Bahrain

Nur Startreihe zwei für die Silberpfeile in Bahrain. Gegen Ferraris Übermacht ist kein Kraut gewachsen. Die Reaktionen von Lewis Hamilton und Toto Wolff:

Ein Platz außerhalb der ersten Reihe sorgt bei F1-Rekordqualifyer Lewis Hamilton normalerweise nicht für gute Laune. Am Samstag in Bahrain kann Hamilton mit Startrang drei aber ganz gut leben. Zum einen, weil er knappe 0,03 Sekunden an Rivale Sebastian Vettel dran ist – zum anderen weil der Weltmeister in Bahrain das ganze Wochenende über „irre schnelle“ Ferrari gesehen hat.

Drei Zehntel Rückstand auf Pole-Mann Charles Leclerc sind gemessen an der Sekunde Rückstand vom ersten Freitagstraining für Hamilton deshalb positiv zu bewerten. „Ich bin über die Niederlage nicht so unglücklich, weil ich nicht vergessen habe, wo wir herkommen und gestern noch waren“, sagt Hamilton.

Lewis Hamilton Bahrain 2019

Lewis Hamilton konnte mit Rang drei ganz gut leben. Credit: Mercedes

Für das Rennen erwartet der Brite, dass der Kampf nochmal enger wird. „Ich glaube, im Rennen können wir mithalten. Was die Longruns betrifft, könnte ich mir sogar vorstellen, dass es hier einen Dreikampf gibt.“

Die guten Trainingszeiten von Red Bulls Max Verstappen auf Medium-Reifen sind also auch Hamilton nicht verborgen geblieben. Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff stellt nach Ferraris starkem Qualifying fest: „Das war in etwa das, was wir nach den Trainings erwartet haben. Dennoch ist es etwas enttäuschend, weil drei Zehntel schon ein richtiger Rückstand sind.“

Für den Österreicher rührt dieser vor allem von Mercedes‘ Zeitverlust auf den Geraden gegenüber Ferrari her. Vier Zehntel verliert der Silberpfeil beim Geradeausfahren. „Ob das am Luftwiderstand oder der Power liegt, müssen wir jetzt herausfinden“, sagt Wolff.

Allein: Mercedes’ vermeintliche Achillesferse bereitet Wolff auch mit Blick auf das Rennen Bauchschmerzen. „Man kann hier zwar überholen, aber dafür brauchst du ein Auto, das auf den Geraden schnell ist.“ Wolffs Hoffnungen ruhen daher vor allem auf den starken Longruns mit weichen Reifen am Freitag. „Morgen gilt: neuer Tag, neues Glück. Aber das heute war trotzdem eine ernüchternde Erfahrung, das müssen wir erstmal verdauen.“

Bei Sebastian Vettel und Ferrari versteht man das Topspeed-Problem von Mercedes indes nicht. „Ich kann mir das nicht erklären”, sagt Vettel. “In der Qualifikation in Melbourne sind wir mit voller Power gefahren und waren auf dem Niveau von Mercedes. Und jetzt dieser Sprung. Wir haben sicher in der Zwischenzeit nicht so viel Leistung gewonnen.“ Glaubt auch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto: „Es kann gut sein, dass Mercedes mehr Abtrieb gewählt hat und sich das im Rennen auszahlt. Wenn es so wäre, dann lachen wir heute und Mercedes morgen.“ 

*Dieser Artikel ist als Erstes in AUTO BILD MOTORSPORT (ABMS) erschienen.

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