Mitch Evans im Jaguar gewinnt den Rom E-Prix 2019 und beschert seinem Team den ersten Sieg. Andre Lotterer im DS Techeetah wird zweiter und Stoffel Vandoorne imHWA Racelab dritter. Lange Unterbrechung nach Unfall.

Jaguar gewinnt mit dem deutschen Sponsor Viessmann erstmals ein Formel-E-Rennen, nachdem sich Mitch Evans im Duell mit dem Duisburger André Lotterer (Techeetah) durchgesetzt hat. 

Aber die ZDF-Zuschauer, wo das erste Rennen der Voestalpine-Europatour (bestehend aus Rom, Paris, Monaco, Berlin und Bern) neben Eurosport übertragen werden sollte, kriegen das spannende Duell mit Lotterer nicht mit…

Nach einem Massencrash (ausgelöst von Sam Bird und José María López) wird das Rennen 45 Minuten lang unterbrochen. Solange dauerte es, bis die Bande repariert ist. Pech: Kurz nach dem Neustart muss das ZDF wegschalten – Nachrichten und Länderspiegel stehen an. Die Zuschauer verpassen daher den Hauptteil des Rennens.

Und auch die Schlüsselszene: Evans aktiviert vor Lotterer den Attacke-Modus, kommt so in einem starken Manöver an dem Deutschen vorbei. 

Lotterer zeigt sich als fairer Verlierer: „Das Racing war super, er war einfach schneller. Ich konnte an der Stelle nicht verteidigen. Ich kam nicht mal im Attacke-Modus richtig vorbei. Gegen das Manöver kann ich nichts sagen – das ist Racing.“

Nach sieben Rennen haben nun sieben verschiedene Fahrer auf der Pole-Position gestanden, sieben verschiedene Piloten das Rennen gewonnen – aus sieben verschiedenen Teams. 

Aber warum gibt’s in der Formel E so oft die rote Flagge? Beim Rom-ePrix kam sie zum vierten Mal in sieben Rennen zum Einsatz. Zum Vergleich: In der Formel 1 musste die rote Flagge in 999 bisherigen Rennen nur 70 Mal gezeigt werden. Meistens wenn Sturzregen einsetzte und die Strecke nicht mehr befahrbar war.

In der Elektroformel machen die engen Stadtkurse Verstopfungen des Kurses wahrscheinlicher als gewöhnliche Rennstrecken mit Auslaufzonen. Trotzdem warnt Audi-Sportchef Dieter Gass: „Ich mache mir Sorgen: Die Formel E muss aufpassen, dass sie kein Demolition-Derby wird.“ 

Audi spielte in Rom sportlich keine Rolle. Lucas di Grassi wurde nur Siebter, Daniel Abt nach einem Fahrfehler sogar nur 18., vor Maximilian Günther, der seinen fünften Startplatz nach einem Fehler ebenso nicht nutzen konnte. Einen Punkt sammelte immerhin noch Pascal Wehrlein als Zehnter.

In der Gesamtwertung führt nach sieben von 13 Rennen Jérôme D’Ambrosio (Mahindra, heute Achter). In zwei Wochen geht es in Paris weiter.

Result – 29 laps

POSDRIVERTEAMCARGAP
1Mitch EvansJaguarJaguar1h33m51.140s
2Andre LottererDS TecheetahDS0.979s
3Stoffel VandoorneHWAVenturi6.399s
4Robin FrijnsVirginAudi9.181s
5Sebastien Buemie.damsNissan9.778s
6Oliver Rowlande.damsNissan11.262s
7Lucas di GrassiAudiAudi24.340s
8Jerome d’AmbrosioMahindraMahindra28.633s
9Antonio Felix da CostaBMWBMW30.651s
10Pascal WehrleinMahindraMahindra30.735s
11Sam BirdVirginAudi32.272s
12Alex LynnJaguarJaguar42.238s
13Oliver TurveyNIONIO48.616s
14Jean-Eric VergneDS TecheetahDS49.732s
15Tom DillmannNIONIO52.253s
16Jose Maria LopezDragonPenske1m10.373s
17Alexander SimsBMWBMW1m11.373s
18Daniel AbtAudiAudi1 Lap
19Maximilian GuntherDragonPenskeNot running
Felipe MassaVenturiVenturiRetirement
Edoardo MortaraVenturiVenturiRetirement
Gary PaffettHWAVenturiRetirement
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