Vettel und Arrivabene nach dem Sieg. Copyright: Ferrari
Vettel und Arrivabene nach dem Sieg. Copyright: Ferrari

Sebastian Vettel könnte die Zeit nach seinem ersten Sieg im Ferrari genießen. Doch der Heppenheimer arbeitet schon wieder! SPORTBILD.de erfuhr: Bereits am Mittwoch sitzt der Vierfachweltmeister in Maranello schon wieder im Simulator und bereitet sich auf dem Großen Preis von China in eineinhalb Wochen vor. „Lebbe geht weiter”, witzelte er schon am Renn-Sonntagabend auf hessisch gegenüber SPORT BILD. „Heute wird gefeiert, morgen weitergearbeitet!”

Auch sein Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene sagt in einem exklusiven Interview in der aktuellen Ausgabe von SPORT BILD: „So ein Sieg kann Vor- aber auch Nachteile haben. Was mich optimistisch stimmt, ist die Aufbruchstimmung in unserem Team. Und der große Schritt, den wir vom letzten auf dieses Jahr gemacht haben. Wir müssen jetzt genauso hart und strukturiert weiterarbeiten, ohne uns vom Sieg blenden zu lassen, und mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben.”

Arrivabene blieb auch am Rennsonntag für einen Italiener relativ ruhig, nur einmal wurde er von seinen Emotionen übermannt. „Ich habe die ganze Zeit versucht, cool zu bleiben“, verrät Arrivabene, „aber eine SMS hat mich dann doch zum Weinen gebracht. Denn sie zeigt, wie großartig das ist, was wir heute geschafft haben.“ Diese SMS kam von Schumacher-Managerin Sabine Kehm, die das Rennen zusammen mit Corinna Schumacher in der Schweiz geschaut hatte.

Arrivabene kennt Michael Schumacher aus seiner Zeit als Marlboro-Europachef bei Ferrari genauso gut wie Vettel jetzt. Er vergleicht: „Sie sind vom Charakter her verschiedene Persönlichkeiten. Aber die Art, wie Sebastian an die Arbeit herangeht, wie er sich in jedes Detail vertiefen kann, wie er sich konzentrieren kann, wie er alle motiviert, wie er konstruktiv kritisiert, das erinnert mich in der Tat an Michael. Beide verbindet dieselbe kulturelle Herkunft und dieser Perfektionismus, den sie mit zu Ferrari gebracht haben. Als ich diese Gemeinsamkeit das erste Mal bemerkte, wurde ich sehr emotional.”

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