Ferraris Simulator. Credit: Autosprint

Sebastian Vettels Saisonvorbereitung läuft auf Hochtouren. Zweimal schon besuchte er sein neues Ferrari-Team in Maranello. Wie SPORT BILD online berichtet, wird er in der kommenden Woche wird er wieder in Italien erwartet. Auf dem Programm stehen dann unter anderem erneut Stunden im Simulator.

In der Riesenspinne aus Karbon lernt Vettel jetzt schon sein neues Auto kennen, das am 30. Januar via Internet präsentiert werden soll. Laut SPORT BILD soll der Finne am 3. und 4. Februar den neuen roten Renner erstmals bei den Wintertests in Jerez (Spanien) pilotieren. Das würde bedeuten, Vettel ist als Erster am 1. und 2. Februar dran.

Ferraris Simulator aus Fahrersicht. Credit: Autosprint
Ferraris Simulator aus Fahrersicht. Credit: Autosprint

Den Simulator, in dem der Vierfachweltmeister bis dahin übt, hat Ferrari schon 2010 für fünf Millionen Euro angeschafft. Für Vettel wird die Mega-Play-Station mit hydraulischen Beinen, integriertem Sound-System und 3D-Rundkino-Bildschirm noch einmal weiterentwickelt. Außerdem hat die Scuderia den gefeuerten Ex-Toro-Rosso-Piloten Jean-Eric Vergne als Simulator-Tester angeheuert. Eigentlich hatte Vettel den Red-Bull-Simulator- Profi Sébastien Buemi empfohlen, berichtet SPORT BILD in ihrer aktuellen Ausgabe. Doch der wollte nicht. Bei Red Bull lacht man sich ins Fäustchen. „Vergne war unser schlechtester Simulator-Pilot“, heißt es dort.

Fakt ist trotzdem: Ferrari rüstet auf für Vettel. Außerdem planen die Roten nämlich einen Hightech-Motorprüfstand für geschätzte 40 Millionen Euro. Die österreichischen Antriebsexperten von AVL sollen die Anlage in einem eigenen Gebäude zum Laufen bringen. In der Grazer Firma hatte 2014 schon Red-Bull-Renault Vettels Motor flottgemacht – mit Vettel und Vergne am Steuer! Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko erzählte SPORT BILD damals: „Vettel hat Dinge herausgefunden, zu denen kein anderer Fahrer fähig war.“

Auch politisch hat Ferraris Oberboss Sergio Marchionne das Feld für 2015 bestellt: Weil seine Techniker eine Lücke im Regelwerk gefunden haben, dürfen alle Hersteller die Antriebseinheit während der Saison weiterentwickeln. Das war Ferrari besonders wichtig.

Das Problem: Wie soll Ferrari aufholen, wenn auch Mercedes weiter an seinen ohnehin überlegenen Aggregaten tüfteln darf ? Ex-Ferrari-Star und Toro-Rosso-Teamchef Gerhard Berger prophezeit deshalb im Gespräch mit SPORT BILD: „So wie ich Sebastian kenne, wird er nach vier Rennen erstmals auf den Tisch hauen, weil er keine Lust hat, noch bis 2016 auf Siege zu warten.“

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