Red Bull hinter Ferrari. Das könnte Vettel noch helfen. Copyright: Red Bull
Red Bull hinter Ferrari. Das könnte Vettel noch helfen. Copyright: Red Bull

Vor dem Großen Preis von Japan am Sonntag kann Sebastian Vettel bei seiner „Mission Impossible“ mit der Hilfe seiner Freunde von Red Bull rechnen. Hintergrund: Vettel rechnet nach seinem Ausnahmesieg in Singapur zwar nicht mit einer realen Chance auf den Titelgewinn. „Aber wenn sich eine Möglichkeit bietet, will ich da sein und sie nutzen.“

Sein ehemaliger Chef, Red-Bull-F1-Boss Helmut Marko, hat ihm jetzt via SPORT BILD online schmunzelnd Unterstützung zugesichert: „Unser Auto könnte in Suzuka wieder top sein, besonders wenn es regnet. Wenn Vettel wieder obenauf ist und die Mercedes wieder schwächeln, könnten wir zwischen Vettels Ferrari und die Mercedes fahren – und damit Sebastian einige Punkte in seiner Aufholjagd sichern. Im Sieg traue ich ihm den nächsten Sieg defintiv zu!“

Red Bull hat einige Menge Spaß daran, Vettel zu helfen. Und auch gute Gründe. Erstens: Mercedes verweigerte dem Getränkekonzern nach deren Trennung von Renault Motoren für 2016. Rache ist immer süß. Zweitens: Ferrari-Chef Sergio Marchionne versprach Markos Rennstall die Motoren ab nächstes Jahr. Eine kleine Hilfe für Ferrari würde den notwendigen Vertragsabschluss nach Marchionnes mündlicher Zusage beschleunigen.

Marko: „Wir warten auf ein konkretes Stück Papier, in dem man uns einen konkurrenzfähigen Motor für 2016 anbietet. Sonst verliert die Formel 1 vier Autos.“

Fakt ist: 49 Punkte Rückstand hat Sebastian Vettel sechs Rennen vor Schluss der WM auf Leader Lewis Hamilton im Mercedes, acht Punkte Rückstand nur noch auf dessen deutschen Teamkollegen Nico Rosberg. Für einen Sieg gibt es 25 Zähler, für einen zweiten Platz 18. für einen dritten 15. Der Vierte kassiert nur noch zwölf Punkte, der fünfte gar nur zehn. Red Bull kann da das Zünglein an der Waage spielen. Zumal Daniil Kvyat sich heute im verregneten freien Training tatsächlich vor den Silberpfeilen auf Rang ein platzieren konnte.

Sebastian Vettel wurde nur Fünfter, fuhr aber die meisten Runden aller Piloten. „Wir haben einiges ausprobiert“, verriet er.

Vettel schwimmt auf einer Euphoriewelle, während Mercedes nach dem Desaster in Singapur verunsichert wirkt. Trotzdem gilt der Kurs in Suzuka als Silberpfeil-Land. Weil die Streckenführung dort wegen der ausgefeilten Aerodynamik der Mercedes selbst Reifenprobleme kaschieren kann. Nur in Brasilien kann Vettel mit seinem unter normalen Umständen immer noch unterlegenen Ferrari wieder zuschlagen und seine fahrerische Extraklasse zum Sieg nutzen.

Fest steht aber auch: Vettel kann nur gewinnen. Mercedes, Hamilton und Rosberg mit dem bis Singapur so dominierenden Silberpfeil dagegen nur verlieren.


 

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