Alonso im McLaren. Quelle: McLaren
Alonso im McLaren. Quelle: McLaren

Fernando Alonso hat in Malaysia behauptet, die Lenkung seines McLaren sei beim Unfall in Barcelona festgegangen. Das kann nach Recherchen von AUTO BILD MOTORSPORT nicht stimmen.

Mit seinem Auftritt in der offiziellen Pressekonferenz vor dem GP Malaysia hat Formel-1-Rückkehrer Fernando Alonso für noch mehr Konfusion in der Diskussion um seinen Testunfall gesorgt. Nachdem McLaren ein technisches Versagen ausgeschlossen hatte, verkündete Alonso: „Es gab definitiv ein Lenkungsproblem in Kurve drei, wo sie sich nach rechts arretiert und nicht mehr hat lösen lassen. Ich bin in Richtung Mauer gefahren und habe im letzten Moment gebremst.“ Sensoren, die dieses Problem mit der Lenkung hätten aufzeichnen können, gebe es laut Alonso allerdings nicht.

Dem widersprechen die Recherchen von AUTO BILD MOTORSPORT in der aktuellen Ausgabe, die am Freitag erschienen ist. Jedes Formel-1-Auto hat nach Auskunft mehrerer Fahrer und Ingenieure entsprechende Sensoren im Lenksystem, die jedes Problem und jede Lenkbewegung registrieren. Außerdem erfuhr F1-insider.com, dass die sehr wohl vorhandenen Daten des McLaren zeigen, dass mit der Lenkung alles in Ordnung war. Weder sei das Steuer festgegangen noch habe Alonso versucht gegenzulenken. 

Bleiben weiter die Theorien über einen Stromschlag oder ein gesundheitliches Problem des Spaniers. Lewis Hamilton soll im Fahrerbriefing von Malaysia gefordert haben, dass alle Daten aus Sicherheitsgründen offengelegt werden. Fortsetzung folgt.

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2 KOMMENTARE

  1. Ich habe mitlerweile eine andere Theorie. Und ich hoffe wirklich, dass sie nicht stimmt, da ich Alonso mag und er einer der wichtigsten Fahrer in der F1 ist.

    Alonso stand angeblich 2006 auf der Lista Fuentes, der Fall wurde damals nicht weiter verfolgt. Nehmen wir an, dass Alonso jahrelang Dopingmittel genommen hat, dürfte nach einiger Zeit das Ganze auch Nebenwirkungen haben (wir hatten ja im Sport schon Todesfälle deswegen): Nebenwirkungen wie zb ein Blackout, Schlaganfall oder Ohnmacht, die Alonsos Unfall zum einen erklären (es könnte genauso gut am übermässigen Stress liegen), zum anderen aber auch warum er versucht etwas zu verheimlichen und damit sogar seinem Team in den Rücken fällt. Das würde auch McLarens Verhalten erklären: das Auto wars nicht, der Fahrer laut Mediziner auch nicht, also wars wohl der Wind. Die Frage, die ich mir dann stelle ist, warum Alonso, wenn er persönlich was zu verheimlichen hätte, er nicht einfach die selbe Theorie wie sein Team bringt, wenngleich sie nicht weniger absurd ist wie die Lenkungsgeschichte. Einfach nur aus Stolz oder steckt was anderes dahinter?

    Das bringt mich zur zweiten Theorie, in die Hamiltons Verhalten reinpasst. Alonso weiss wirklich nicht was los ist. Weiss aber dass es nix mit ihm zu tun hat, aber das Team besteht darauf, dass das Auto in Ordnung ist. Deswegen setzt er Nadelstiche, in dem er zb sagt, dass es an der Lenkung liegt. Es würde mich nicht wundern wenn Alonso Hamilton als aktiven Weltmeister und als demjennigen von dem er angeblich den größten Respekt haben soll, gebetten hat Druck zu machen, denn seien wir mal ehrlich: seit wann interessiert sich Hamilton, der nur gezwungenermassen überhaupt in der GPDA ist, für sicherheitspolitische Dinge?

    Es kann nur einer der beiden Dinge sein: entweder Alonso hat ein medizinisches Problem das nicht nachgewiesen werden kann (in Folge von Doping oder viel Stress oder irgendeiner rezzesiven Krankheit) und bei Aufdeckung quasi sein Karrriereende bedeutet oder McLaren hat ein Problem am Auto, das nicht publik gemacht werden darf, weil sonst entweder Honda ein irreperablen Imageschaden bekommt (die Telemetrie zeigt ja längst nicht alles) oder die gesamte Formel 1.

    Eins ist sicher: einer der beiden spielt ein ganz dreckiges Spiel und das wird in Kombination mit den derzeitigen Misserfolgen dazu führen, dass sich die Wege schnell wieder trennen werden.

    • super analyse! ich kenne beide Theorien und halte beide für möglich. alonsos physio fabrizier borra arbeitete vorher sogar für marco pantani.

      mein Gefühl sagt mir trotzdem, dass die zweite Theorie stimmt – und dass es ein stromschlag war, der schwer bis gar nicht nachzuweisen ist. dafür sprechen alle meine Recherchen. aber wir Journalisten werden ziemlich unter druck gesetzt nichts weiter über den Vorfall zu schreiben, weil die ganze F1 damit Probleme kriegen könnte.

      Trotzdem: Super Infos haben Sie da! Danke für Ihren Kommentar!!!

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