Rosberg diät 2015

Nach dem Formel-1-Rennen in China ist jetzt schon klar: Mercedes-Star Lewis Hamilton macht einfach sein Ding während sein Teamkollege Nico Rosberg rumjammert wie ein verwöhntes Einzelkind, dem man einen von seinen fünf Lutschern weggenommen hat. Er motzt rum und verliert. Hamilton gibt einfach willenlos Gas und gewinnt. Der Brite genießt es geradezu, seinen Teamkollegen zerstören zu wollen.

Seit der Kollision von Spa 2014 haben die beiden sich nicht nur nichts mehr zu sagen – fast ist sogar etwas wie Hass zu spüren. Das Problem für Rosberg: Hamilton kann mit dieser extremen Konfliktsituation besser umgehen. Der Brite ist der klare Gewinner dieser Feindschaft im eigenen Team. Seit dem Rennen in den Ardennen belegte Hamilton achtmal Platz eins, wurde zweimal Zweiter und einmal Dritter, stand also immer auf dem Podium.

Rosberg dagegen konnte seitdem nur einen Sieg landen, verlor zudem eine schon sicher geglaubte WM. Das kann kein Zufall sein. Fakt ist: Rosberg hat Hamilton in Spa noch stärker gemacht. Er hat dort einen etwas verschlafenen Riesen geweckt. Hamilton kommt jetzt rüber wie Muhamad Ali in seiner Hochzeit, Rosberg wie der Boxer, der schon vor dem Kampf gegen Ali weiß, dass er k.o. gehen wird. Er lamentiert über dies und jenes und er merkt nicht, dass er sich damit noch tiefer in das Loch gräbt, in dem er schon steckt.

Hallo, aufwachen Nico Rosberg! Aber was kann er tun? Auf jeden Fall sich selbst überdenken und alles anders machen als bisher. Also weniger reden, weniger twittern, weniger Videobotschaften drehen. Dafür mehr Gas geben und sich auf das Wesentliche besinnen: aufs Rennfahren. Und sich bitte nicht mehr beschweren wie in China, dass Hamilton vor ihm zu langsam gefahren wäre. Wenn Rosberg im Qualifying schneller ist und den Start gewinnt, kann er das Tempo bestimmen. So einfach ist das.

Klar ist: Rosberg muss von Hamilton lernen. Der Brite nämlich gibt seine Antworten auf der Strecke. So wie in Austin und Suzuka vergangenes Jahr. Da hatte er Rosberg einfach überholt, weil der ihm zu langsam gefahren war. Rosberg muss so schnell wie möglich seine Einstellung ändern und statt Biokost vielleicht mal lieber rohes Fleisch zum Frühstück essen. Und eins lernen: Rennen und Titel gewinnt man nicht in Wortduellen oder auf Facebook, sondern auf der Rennstrecke.

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