Vettel im Ferrari. Copyright: Ferrari
Vettel im Ferrari. Copyright: Ferrari

Es sind nur drei Tage, aber selbst in denen will Sebastian Vettel lieber zu Hause Kraft tanken als irgendwo zwischen China und Bahrain… Der Ferrari-Star flog von Shanghai zurück in die Schweiz zu Freundin Hanna und Tochter Emily. Am frühen Donnerstag wird er in der Wüste des Königreichs am Persischen Golf erwartet, wo er Sieg Nummer 41 in Angriff nehmen will.

Eine besondere Zahl. Mit einem weiteren Triumph würde er den legendären Brasilianer Ayrton Senna einholen. “Eine besondere Marke, keine Frage”, hatte Vettel am Donnerstag in China gut gelaunt zum Besten gegeben. “Ich musste lange genug auf Sieg Nummer 40 warten. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten nicht wieder so lange.” Senna gilt als eines von Sebastian Vettels ganz großen Idolen – wie auch andere mutige Rennfahrer früherer Epochen.

Die französische L’Equipe hat den Vierfachweltmeister am Rande des Rennens in Shanghai deshalb ganz gezielt gefragt, welchen beiden ehemaligen Ferrari-Stars er gerne mal begegnet hätte. Der Heppenheimer musste nicht lange überlegen. “Natürlich Enzo”, verriet er und meinte den Firmengründer höchstpersönlich. “Von ihm hätte ich viel über den Ferrari-Spirit lernen können.” Und dann überraschte Vettel mit seiner zweiten Wahl. “Der Nächste, der mir jetzt einfällt, ist Wolfgang Graf Berghe von Trips, der erste Deutsche in der Formel 1 und der erste Deutsche bei Ferrari. Mit ihm hätte ich gerne darüber gesprochen, wie die Zeit damals war, die Autos und was es damals bedeutete Formel-1-Fahrer zu sein.”

Auch diese Antwort zeigt: Vettel ist ein absoluter Fan seines Sports und der Marke mit dem springenden Pferd. Wie Michael Schumacher war Trips in Kerpen aufgewachsen, verunglückte 1961 beim Großen Preis von Italien in Monza auf der Jagd nach dem WM-Titel tödlich. Die Zeit war eine andere als heute. Die Formel 1 war lebensgefährlich, die Autos wie unzähmbare Biester. Vettel hatte von Trips alten Ferrari im Museum von Maranello gesehen und sich während des Interviews spontan an den deutschen Rennhelden erinnert.

Sicher ist aber auch: Wäre Ayrton Senna Ferrari gefahren, Sebastian Vettel hätte ganz sicher darauf bestanden drei Legenden zu nennen, die er gerne getroffen hätte…

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