Räikkönen wurde in Kanada Vierter. Copyright: Ferrari
Räikkönen wurde in Kanada Vierter. Copyright: Ferrari

Bleibt er oder muss er gehen? Eine Analyse der Situation von Kimi Räikkönen bei Ferrari.

Sebastian Vettel hat Kimi Räikkönen entzaubert. Sechsmal hat der Heppenheimer seinen jochdotierten Teamkollegen in der Qualifikation geschlagen. Nur einmal hat das der Finne geschafft. Und da, in Montreal, brauchte er Hilfe von der Technik…

Weil Räikkönen nicht ganz auf Augenhöhe fährt mit Vettel, brachten italienische Medien Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo und Williams-Fahrer Valtteri Bottas mit dem zweiten Ferrari-Cockpit in Verbindung. Beide haben bereits im Vorjahr ihre Extraklasse unter Beweis gestellt. Bottas ist laut Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der an einer Vermarktungsagentur beteiligt ist, die den Shootingstar managt, „die Zukunft der Formel 1“. 

Realistisch sind beide Varianten trotzdem nicht, wie SPORT BILD PLUS berichtet, – zumindest nicht für 2016. „Daniel hat einen kugelsicheren Vertrag bei uns“, wird Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko in der App zitiert. „Da geht gar nichts. Er wird 2016 definitiv bei uns fahren.“

Auch aus Williams-Kreisen ist zu hören, dass das britische Traditionsteam seine Vertragsoption auf den Finnen ziehen wird. Damit wäre Bottas nur zu haben, wenn Ferrari ihn für mehrere Millionen Euro aus dem bestehenden Vertrag heraus kauft.

Sinn macht das für die Scuderia nicht. Denn Räikkönen schwächelt in dieser Saison fast ausschließlich in der Qualifikation. In den Rennen kann er das Tempo von Vettel meist problemlos mitgehen. Außerdem hat Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene mittlerweile den Schlüssel zu Räikkönens Stärke gefunden. “Kimi hört zu, aber man darf ihn nicht belehren, was er tun soll“, verrät der Italiener. „Man muss mit ihm sprechen und ihm zeigen, dass man ihm vertraut, weil er manchmal selbst sein größter Feind ist. Wenn man ihm aber zeigt, dass man ihm 100-prozentig vertraut, dann gibt er 120 Prozent Leistung zurück.“

Nach außen hin gibt sich Raikkönen selbst kühl wie immer. „Offensichtlich gibt es jedes Jahr bei jedem Team die gleichen Zweifel über meinen Vertrag”, grummelt er genervt. “Ich bin überhaupt nicht besorgt.” Denn Ferrari hat eigentlich keine Alternative zum Iceman.

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