McLaren-Honda. Copyright: McLaren
McLaren-Honda. Copyright: McLaren

Drei Fragen beschäftigen die Formel-1-Gemeinde vor dem „Großen Schweiß von Malaysia“ (35 Grad Hitze werden erwartet, bis zu 75 Prozent Luftfeuchtigkeit) am nächsten Sonntag.

Erstens: Die Alonso-Frage. Steigt der spanische Doppelweltmeister wieder ins McLaren-Honda-Cockpit ein? Er twittert, er sei bereit und wartet nur auf die Antwort der Ärzte, die in diesen Tagen kommen soll. Was über den Test-Unfall in Barcelona durchsickerte, spricht indes nicht unbedingt dafür. Hier die Spekukationen, aber wirklich vollkommen ohne Gewähr: Aus dem Umfeld des Spaniers drangen Gerüchte bis ins Fahrerlager von Melbourne, Alonso hätte bei den Tests in Barcelona vor dem ersten Einschlag mit 15g angeblich eine Art Mini-Schlaganfall erlitten. Ob aus gesundheiltlichen Problemen oder doch wegen eines Stromschlages, – so heißt es – könne vielleicht nie geklärt werden. Auch nicht, welchen Einfluss die Geschehnisse von Barcelona auf die weitere Karriere Alonsos haben werden. Es bleibt also in dieser Beziehung weiter spannend.

Alonso beim Training. Copyright: Twitter
Alonso beim Training. Copyright: Twitter

Aus sicherer Quelle erfuhr F1-Insider.com dagegen: Das McLaren-Management, das offiziell Motorpartner Honda trotz derer großen Probleme mit der Power-Unit lobt, hat intern längst den Glauben verloren. Der Rückstand auf Mercedes beträgt 150 PS, ist zu hören. Ohne eine grundlegende Änderung des aktuellen Motorreglements hätte McLaren keine Chance den Rückstand aufzuholen, glaubt man an der McLaren-Spitze.

Zweitens: Die Rosberg-Frage. Der Deutsche muss in Malaysia zurückschlagen. Er kam selbstbewusst wie ein stolzer Adler nach Australien, weil er bei den Winter-Tests besser aussah als Teamkollege Lewis Hamilton. Der Brite antwortete auf seine Weise: Er nahm dem Adler schnell die Schwingen. Hamilton war in jedem Training schneller als der Deutsche, dominierte souverän im Rennen. Man hatte nie den Eindruck, dass Hamilton von Rosberg ans Limit getrieben wurde. Bis zum Europa-Auftakt in Barcelona, dem fünften Rennen der Saison, muss Rosberg zumindest gleich gut sein – sonst ist die WM dann schon entschieden. Den Anfang muss Rosberg bereits in der Hitze von Malaysia machen, sonst nimmt niemand mehr seine Kolumnen und Interviews ernst, in denen er Optimismus versprüht. Seine Stärke sei das Abstimmen des Autos, behauptet er beispielsweise. Was ist dann aber die Stärke Hamiltons? Das Fahren? Fest steht: Gelingt es Rosberg nicht schon in der Hitze von Sepang seinen Worten auch Taten folgen zu lassen, entpuppen sich seine Verbalattacken ganz schnell als Rohrkrepierer.

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Drittens: Die Ferrari-Fragen. Wie stark ist die Scuderia wirklich? Wie viel stärker ist Sebastian Vettel als sein Teamkollege Kimi Räikkönen? Australien ist eine spezifische Strecke, auf der reine Motorkraft oder Aerodynamik nicht so eine grosse Rolle spielt wie in Malaysia und bei 80 Prozent der übrigen Strecken. In Melbourne war Ferrari zweite Kraft hinter Mercedes. Das muss die Scuderia auch auf einer handelsüblichen Strecke wie in Kuala Lumpur zementieren. Und Vettel muss wieder Teamkollegen Kimi Räikkönen schlagen, um endgültig das Zepter bei Ferrari in der Hand zu halten. Der Abstand zwischen den beiden  war in Australien geringer als das Ergebnis in Melbourne widerspiegelte. Im Qualifying waren beide nahezu gleich schnell, im Rennen fuhr der Finne bis zu seinem Ausfall mindestens auf Augenhöhe mit dem Heppenheimer. Der muss jetzt zeigen, dass er wirklich die gefühlte Nummer eins bei Ferrari ist.

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