Hamilton dominiert in China

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Mercedes-Star Lewis Hamilton hat nach einer fehlerfreien Fahrt den GP von China gewonnen und seine Führung in der WM ausgebaut. Ein enttäuschter Nico Rosberg fuhr auf Platz zwei über die Ziellinie. Sebastian Vettel fuhr als Dritter zwar erneut aufs Podium, hatte insbesondere auf den Medium-Reifen gegen die starken Mercedes aber keine Chance.

Vettel zufrieden: „Wir haben wieder einen Schritt nach vorn gemacht und konnten Mercedes teilweise sogar unter Druck setzen. Aber die zwei Mercedes machen das schon gut. Wir müssen mit den Füßen auf dem Boden bleiben.” Rosberg meinte: „Ich bin mit dem Messer zwischen den Zähnen gefahren und habe viel riskiert, aber es hat nicht geklappt. Weil ich gegen Sebastian verteidigen musste, konnte ich Lewis nicht angreifen. Das ist nicht gut.“

Interessant: Es ist das erste Mal in der Geschichte der Formel 1, dass bei den ersten drei Rennen immer dieselben drei Fahrer auf dem Podium standen…

Hamiltons ungefährdeter 35. Karrieresieg war zugleich sein vierter in China – auch das ist Rekord. Außerdem konnte der Brite als Erster seinen Vorjahreserfolg in Shanghai wiederholen. Nach drei Rennen führt Hamilton auch dank zweier Siege in der Gesamtwertung mit 68 Punkten vor Vettel (55) und Rosberg (51).

Der deutsche Ferrari-Star konnte in den ersten beiden Stints auf weichen Reifen das Tempo der Silberpfeile zwar weitgehend mitgehen. Am Ende verlor er auf den mittelharten Reifen aber entscheidende Sekunden. Sein Teamkollege Kimi Räikkönen wurde Vierter.

Nico Rosberg steckte während des Rennens in der Hamilton-Falle. Weil der Weltmeister in Führung liegend seine Reifen mit langsamem Tempo schonte, konnte Vettel auf Rosberg aufschließen. „Wenn Lewis weiter so langsam fährt, stecke ich in seinem Windschatten fest und ruiniere meine Reifen”, beschwerte sich der Deutsche bei seiner Box. Anschließend wurde Hamilton mit einem ungewöhnlichen Funkspruch dazu aufgefordert, das Tempo zu erhöhen. „Lewis, gib ein bisschen mehr Gas”, lautete die Anweisung. Mercedes-Sportchef Toto Wolff: „Das hat Nicos Strategie kaputt gemacht.“ Mercedes-F1-Aufsichtsrat Niki Lauda nahm Hamilton in Schutz: „Der Führende darf das Tempo bestimmen.“

Wegen eines Motorenschadens bei Max Verstappens Toro Rosso mitten auf der Zielgeraden musste drei Runden vor Ende das Safety Car auf die Strecke. Da die Bergungsarbeiten andauerten, wurde das Rennen bis zur Zielflagge nicht mehr freigegeben, das Feld fuhr dicht beisammen über die Ziellinie.

Nico Hülkenberg musste seinen unterlegenen Force India indes schon in der elften Runde abstellen – offenbar mit Getriebeschaden. „Schade, weil vielleicht Punkte drin gewesen wären“, gab sich der Emmericher enttäuscht. Seine Frustbewältigung: Drei Tage Sonne in Dubai.

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