Zwei Siege aus den letzten drei Rennen. Mischt Ferrari 2026 jetzt doch noch um den Titel mit? Teamchef Fred Vasseur bezieht Stellung.
Ferrari feierte in Silverstone bereits den zweiten Sieg aus den vergangenen drei Rennen. Trotzdem will Teamchef Fred Vasseur von Titelträumen nichts wissen und tritt nach dem Erfolg von Charles Leclerc klar auf die Euphoriebremse.
Nach den starken Auftritten in Barcelona und Silverstone wird die Scuderia wieder als Herausforderer von Mercedes gehandelt. Der Rückstand in der Konstrukteurswertung ist geschrumpft, doch Vasseur warnt vor voreiligen Schlüssen.
Vasseur bremst die Erwartungen
„Nach Barcelona hieß es, Ferrari ist zurück im Titelkampf. Ich habe gesagt: Nein“, erklärt der Franzose. „Eine Woche später hieß es dann, Ferrari sei nirgendwo. Auch das stimmt nicht.“

Statt sich von einzelnen Ergebnissen leiten zu lassen, fordert Vasseur Ruhe und Konzentration. „Wir müssen morgen wieder ins Werk gehen und sagen: Wir hatten ein gutes Wochenende. Jetzt konzentrieren wir uns auf Spa“, betont der Ferrari-Teamchef.
Mercedes bleibt für Ferrari der Maßstab
Trotz des Sieges sieht Vasseur sein Team noch nicht auf Augenhöhe mit Mercedes. Nach seiner Einschätzung hatten die Silberpfeile über das gesamte Silverstone-Wochenende weiterhin leichte Vorteile.
„Wir hatten ein gutes Rennen. Aber insgesamt haben sie immer noch einen kleinen Vorsprung bei der reinen Performance“, erklärt Vasseur.

Für den Belgien-GP erwartet der Ferrari-Boss deshalb keinen Selbstläufer. Statt auf einen großen Entwicklungssprung setzt die Scuderia weiter auf viele kleine Verbesserungen.
„Es gibt keine Zauberlösung. Man gewinnt nicht plötzlich fünf oder sechs Zehntel an einem Wochenende. Entscheidend ist die Summe vieler kleiner Fortschritte“, macht Vasseur klar.
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In der Weltmeisterschaft fehlen Lewis Hamilton auf Spitzenreiter Kimi Antonelli 32 Punkte, Charles Leclerc liegt 71 Zähler hinter dem WM-Führenden. 78 Zähler beträgt der Rückstand von Ferrari auf Mercedes in der Konstrukteurswertung.
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