Formel 1

Christian Horner vor Formel-1-Comeback? Neues Gerücht aus England

Formel 1 Christian Horner
Christian Horner. Credit: Sam Bloxham/LAT Images
Bianca Garloff
Bianca Garloff

Christian Horner könnte schon bald auf die Formel-1-Bühne zurückkehren. Laut einem Medienbericht soll Aston Martin dem langjährigen Ex-Red-Bull-Teamchef ein Angebot unterbreitet haben.

Knapp ein Jahr nach seinem Aus bei Red Bull nehmen die Spekulationen um Christian Horner wieder Fahrt auf. Wie die britische Daily Mail berichtet, soll Aston Martin dem erfolgreichsten Teamchef der jüngeren Formel-1-Geschichte ein konkretes Angebot gemacht haben.

Offiziell bestätigt ist das bislang allerdings nicht. Weder Horner noch Aston Martin wollten sich äußern. Das Team erklärte lediglich, man kommentiere Spekulationen grundsätzlich nicht.

Horner hat mit der Formel 1 wohl noch nicht abgeschlossen

Dass Horner in die Königsklasse zurückkehren möchte, gilt längst als offenes Geheimnis. Beim Großen Preis von Großbritannien 2026 in Silverstone war der Brite erstmals seit seinem Red-Bull-Aus wieder im Fahrerlager zu sehen. Zudem betonte er mehrfach, mit der Formel 1 noch nicht abgeschlossen zu haben.

In den vergangenen Monaten wurde Horner immer wieder mit verschiedenen Projekten in Verbindung gebracht. Doch weder Ferrari noch Alpine verpflichteten den Briten bislang. Auch Gespräche mit dem chinesischen Autobauer BYD über einen möglichen Formel-1-Einstieg führten bisher zu keinem Ergebnis.

Aston Martin fährt den Erwartungen hinterher

Ein Wechsel zu Aston Martin wäre dagegen durchaus nachvollziehbar. Der Rennstall von Milliardär Lawrence Stroll hatte sich vom neuen Reglement 2026 deutlich mehr erhofft, kämpft derzeit aber mit Problemen rund um Honda-Antrieb und Aerodynamik und fährt den eigenen Ansprüchen weit hinterher. In der Konstrukteurs-WM liegt Aston Martin aktuell sogar nur einen Punkt vor Neueinsteiger Cadillac.

Christian Horner, Credit: Red Bull Content Pool
Christian Horner, Credit: Red Bull Content Pool

Logisch, dass Horner da als Heilsbringer ins Spiel gebracht wird. Der Brite hat Red Bull in knapp zwei Jahrzehnten zu einem der erfolgreichsten Teams der Formel-1-Geschichte aufgebaut und gewann mit Sebastian Vettel und Max Verstappen insgesamt acht Fahrer-Weltmeisterschaften sowie mehrere Konstrukteurstitel.

Horner verließ Red Bull im Sommer 2025

Nach fast 20 Jahren an der Spitze von Red Bull endete Horners Ära im Sommer 2025. Vorausgegangen waren monatelange Turbulenzen rund um Vorwürfe einer Mitarbeiterin gegen den Teamchef. Seitdem wird immer wieder über seine Zukunft in der Formel 1 spekuliert.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Personalie Jonathan Wheatley. Der ehemalige Red-Bull-Teammanager war zuletzt Teamchef bei Audi, hat den Rennstall aus Ingolstadt inzwischen aber wieder verlassen – dem Vernehmen nach, weil auch er vor einem Wechsel zu Aston Martin stehen soll.

Ob eine Doppelspitze mit Horner allerdings realistisch wäre, erscheint fraglich. Wheatley hatte Red Bull im Zuge der damaligen Turbulenzen verlassen. In der Formel-1-Szene gilt eine erneute Zusammenarbeit der beiden deshalb als wenig wahrscheinlich.

Hinzu kommt: Mit Adrian Newey arbeitet bei Aston Martin inzwischen ausgerechnet jener Mann, der Red Bull einst gemeinsam mit Horner zu zahlreichen WM-Titeln führte. Auch Newey soll sich in der Schlussphase seiner Zeit bei Red Bull zunehmend von Horner entfremdet haben. 

Sollte Aston Martin tatsächlich auf den Ex-Teamchef setzen, wäre intern also einiges an Überzeugungsarbeit nötig.

FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!


Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


Verwandte Artikel