Der Belgien-GP könnte das erste echte Regenrennen der Formel-1-Saison 2026 werden. Mercedes-Pilot George Russell schlägt deshalb Alarm.
Der Große Preis von Belgien könnte für die Formel 1 zur echten Bewährungsprobe werden. Spa-Francorchamps ist berüchtigt für wechselhaftes Wetter und sollte es am kommenden Rennwochenende regnen, betreten die Fahrer Neuland.
Denn: Die 2026er-Rennwagen waren bislang noch nie unter Rennbedingungen im Nassen unterwegs. Mercedes-Pilot George Russell rechnet deshalb mit einer Fahrt ins Ungewisse.
Russell warnt: „Man weiß nicht, womit man es zu tun hat“
„Man kann das nicht wirklich planen, weil man einfach nicht weiß, womit man es zu tun hat“, sagt Russell in der Nu Silver Arrows Radio Show.
Besonders die neuen Reifen bereiten den Fahrern Sorgen. „Du weißt nicht, was für ein Biest da unter dir steckt. Es gab bereits Diskussionen darüber, dass die Reifen vielleicht nicht mehr so gut sein könnten wie in den vergangenen Jahren“, so der Mercedes-Pilot.
Deshalb werde im Regen zunächst Vorsicht angesagt sein. „Als Fahrer lässt man es auf der Out-Lap und in der ersten Runde wahrscheinlich erst einmal etwas ruhiger angehen.“
Eau Rouge wird zur Mutprobe
Vor allem eine Passage dürfte den Fahrern Kopfzerbrechen bereiten: die legendäre Eau Rouge mit der anschließenden Raidillon-Passage.

Russell macht klar: „Man wird in seiner ersten Push-Lap, der ersten Runde im Regen, wohl eher nicht voll durch die Eau Rouge fahren.“
Gerade dort werden die neuen Formel-1-Autos mit verändertem Aerodynamik-Konzept und neuen Reifen erstmals an ihre Grenzen gebracht.
Mercedes: Vorbereitung hilft kaum
Mercedes-Vize-Teamchef Bradley Lord weist darauf hin, dass sich Regenbedingungen ohnehin kaum simulieren lassen. Russell stimmt zu: „Du kannst noch so viel Vorbereitung betreiben, aber sobald du da draußen bist, musst du einfach flexibel sein und dich anpassen können.“
Der Brite reist als WM-Zweiter nach Spa. Sein Rückstand auf Teamkollege und WM-Spitzenreiter Andrea Kimi Antonelli beträgt vor dem Belgien-GP 25 Punkte. Sollte der Wetterbericht recht behalten, könnte ausgerechnet das erste Regenrennen der Saison den nächsten Wendepunkt im Titelkampf bringen.
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