Die Formel-1-Revolution nimmt nun also ihren Lauf. Im Rahmen des USA-GP haben die Formel-1-Besitzer von Liberty Media und der Automobilweltverband FIA die neuen Regeln ab 2021 vorgestellt. Ziel: mehr Chancengleichheit, bessere Überholmöglichkeiten, Autos im schicken Retro-Look und eine bessere Öko-Bilanz. 

Doch ausgerechnet Sebastian Vettel, der seine Zukunft nach 2020 auch von den neuen Autos abhängig macht,  kritisiert die Regeln: „Die Autos werden noch schwerer. Da sind wir falsch abgebogen. Das hat mit der Sicherheit zu tun, aber das akzeptieren wir alle. Und mit dem Motor.“

 Von der Hybridtechnik im Heck der F1-Renner ist Vettel bekanntlich kein großer Fan. „Ich hätte mir einen anderen Motor gewünscht. Einen, der straßenrelevanter ist“, betont der Heppenheimer auch jetzt.

 Doch das Grundgerüst der Antriebseinheiten (1,6-Liter-V6-Turbo plus zwei E-Motoren) bleibt unverändert. Positiv für Öko-Freak Vettel: Ab 2021 muss dem Benzin 20 Prozent Biosprit beigemischt werden. Teile wie das Hochdruckbenzinpumpensystem werden vereinheitlicht, andere müssen länger halten. 

Dadurch und wegen der größeren 18-Zoll-Reifen steigt das Mindestgewicht der Autos um 25 Kilogramm auf 768 Kilo – das sind 128 Kilo mehr als 2011. 

Mehr Gewicht, 20 Prozent weniger Abtrieb. Das macht die Autos bis zu 3,5 Sekunden langsamer, aber auch weniger anfällig für Luftverwirbelungen. Derzeit beträgt der Abtriebsverlust beim Hinterherfahren 50 Prozent, in Zukunft nur noch sechs. F1-Sportchef Ross Brawn: „Diese Autos ermöglichen mehr Duelle.“ 

Damit das klappt, ist die Aerodynamik einfacher und weniger verschnörkelt. Ein Großteil des Anpressdrucks wird über den Unterboden gewonnen, der zwei Tunnel unterhalb des Autos aufweist, die in einen riesigen Diffusor münden. Und Vettel? Der gibt den Regeln zumindest eine Chance: „Auf dem Papier sind viele Ideen fabelhaft. Wenn das Racing besser wird, sind die Nachteile auch egal.“

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