Binotto haut auf den Tisch: “Ferrari nicht gut genug”

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Charles Leclerc Ferrari. Credit: FIA/F1
Charles Leclerc Ferrari. Credit: Ferrari

Nach den Plätzen zehn und elf von Sebastian Vettel und Charles Leclerc vor dem Großen Preis der Steiermark (Sonntag, 15.10 Uhr) steht Ferrari-Teamchef Mattia Binotto in der Formel 1 mit dem Rücken zur Wand. Das zeigt sich nun auch in seinen Aussagen.

In der Pressemitteilung vom Samstagabend stellt er sein Team an den Pranger. Binotto: „Wir müssen akzeptieren, dass die Stoppuhr niemals lügt. In zwei Qualifying-Sessions waren wir trotz unterschiedlicher Bedingungen nicht konkurrenzfähig. Nicht nur gegen die, die in den letzten Jahren unsere größten Rivalen waren, sondern auch gegen andere, die eigentlich hinter uns standen.“

Vettel Ferrari. Credit: F1/FIA
Vettel Ferrari. Credit: F1/FIA

Dann haut der Ferrari-Capo verbal auf den Tisch: „Wir haben sehr hart gearbeitet, um Updates eher ans Auto zu bringen als geplant, aber sie haben ihren Wert auf der Strecke nicht bewiesen. Wir müssen herausfinden warum und diesen Zustand ändern, der für ein Team mit dem Namen Ferrari nicht gut genug ist.“

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Fakt ist aber auch: Binotto bringt sich selbst damit in eine schwierige Position. Sein Chef Louis Camilleri hat sich Anfang der Woche zwar noch demonstrativ hinter ihn gestellt. Doch als Teamchef ist Binotto derjenige, der sich an den Leistungen seines Teams messen lassen muss.

RTL-Experte Christian Danner: „Ferrari sucht immer die Schuld bei den Fahrern oder den Umständen. Man sollte sich lieber mal an die eigene Nase fassen. Die Fahrer können aus dem Auto auch nur das rausholen, was es hergibt. Das Ferrari-Monster als Einzelkämpfer zu bändigen ist unmöglich. Deshalb ist auch Vettel gescheitert.“

Die Kritik an Binotto wächst. Wenn Ferrari nicht schnell an Tempo zulegt, dürfte die Luft an der Teamspitze sehr schnell sehr dünn werden.

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