FIA hat 2019 Protest gegen Ferrari verhindert

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Scuderia Ferrari
Scuderia Ferrari

Es ist die größte Betrugs-Kontroverse der letzten zehn Jahre: #Ferrarigate und der absurde Streit um eine geheime Einigung zwischen der FIA und Ferrari. Die sieben aufständischen Teams hatten die FIA dazu um Aufklärung gebeten.

Im Fahrerlager von Melbourne sickerten nun auch die Details durch – und die Fragen, die die Teams an FIA und Rechteinhaber Liberty geschickt haben.

+++ Warum ist die Einigung geheim?

+++ Welche Regeln hat Ferrari gebrochen und wie?

+++ Warum wurde der Regelbruch nicht öffentlich gemacht?

+++ Welche Sanktionen wurden ausgesprochen?

+++ Wenn die FIA diesen technischen Vorfall nicht transparent geklärt hat, warum sollen wir dann darauf vertrauen, dass die FIA die Budgetobergrenze ab 2021 seriös überwachen und sanktionieren kann?

Ein Brief voller Sprengstoff, denn er enthält indirekt auch Anklagen gegen FIA-Präsident Jean Todt. Der Vorwurf, der hier zwischen den Zeilen gemacht wird: Todt habe die Angelegenheit nicht transparent und fair geregelt.

Vor diesem Hintergrund ist besonders pikant, dass Todts Sohn Nicolas Ferrari-Pilot Charles Leclerc managt – und Todt selbst als ehemaliger Ferrari-Teamchef immer noch enge Beziehungen zur Scuderia und Teamchef Mattia Binotto pflegt, dessen Chef er zu Glanzzeiten eines Michael Schumacher einst war.

Auch die Antwort des Franzosen wird die Teams nicht zufriedenstellen. Demnach konnte die FIA die Einigung ohne Ferraris Erlaubnis nicht veröffentlichen. Die FIA sei nicht sicher, dass die Antriebseinheit 2019 zu jedem Zeitpunkt legal betrieben worden sei, aufgrund der Komplexität des Falls könne sie aber auch das Gegenteil nicht beweisen.

Ein hochrangiges Teammitglied fragt daraufhin mehr als berechtigt: „Wozu ist die FIA dann überhaupt da, wenn sie die Regeln als Regelhüter nicht hüten kann?“

Formel-1-Boss Chase Carey beteuert, nichts mit der Einigung oder der Untersuchung zu tun gehabt zu haben.

Mittlerweile ist allerdings auch durchgesickert, dass FIA und Formel 1 die Teams in Abu Dhabi davon abgehalten haben, einen offiziellen Protest einzuleiten. Ihr Versprechen: Wir regeln das.

Die „Glorreichen Sieben“, wie die Aufständischen mittlerweile im Fahrerlager genannt werden, wollen sich nun aber nicht mehr abspeisen lassen. Das wird auch für FIA-Präsident Jean Todt zur Machtprobe.

Red Bull-Sportchef Helmut Marko zu F1-Insider.com: „Hier wird ein Sport in Verruf gebracht, in den wir dreistellige Millionensummen im Jahr investieren. Das kann man sich jetzt nicht mehr bieten lassen.“

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