Leclerc macht sich für Vettel stark

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Charles Leclerc Ferrari videoconference
Charles Leclerc Ferrari videoconference

Formel-1-Star Charles Leclerc hat seinen neuen Vertrag schon unterschrieben, würde aber weiter gern neben Vettel fahren

Nach Sebastian Vettel in der vergangenen Woche meldet sich nun auch Ferrari-Pilot Charles Leclerc (22) per Videokonferenz aus seinem Apartment in Monaco.

Mit verschlafenen Augen gestand er gestern früh um 8.25 Uhr: „Am meisten vermisse ich das Racing. Und ich vermisse es, Leute zu sehen und mit ihnen Zeit zu verbreiten. Denn so langsam fällt mir in meinem Appartment die Decke auf den Kopf. Ich versuche kochen zu lernen, aber ich bin da immer noch nicht besonders gut.“

Jedenfalls nicht so gut wie im Simulator. Zwei virtuelle F1-Rennen hat Leclerc schon gewonnen und ist mittlerweile auch auf der Videoplattform Twitch ein Star. „Ich hätte niemals gedacht, dass ich jemals etwas auf Twitch streamen würde“, sagt er. „Aber beim Sim-Racing hat mir das wirklich Spaß gemacht – völlig unerwartet. Wir können uns dort so zeigen, wie wir wirklich sind. Ohne den ganzen Druck, der am Rennwochenende auf uns lastet.“

Fünf Stunden pro Tag übt Leclerc in seinem Simulator. Sein Teamkollege aber fehlte in den Rennen bislang. Vettel hat sich gerade erst einen F1-Computer zugelegt und muss noch trainieren. Leclerc: „Noch fahre ich nicht gegen Seb, aber das wird sicherlich lustig, sobald er alles installiert hat und loslegt.“

Der Vierfachweltmeister aus Deutschland verhandelt mit Ferrari derzeit in der realen Welt um eine Verlängerung seines Ende 2020 auslaufenden Vertrags. Wenn es nach Leclerc geht, darf Vettel bleiben. „Ich bin sehr glücklich mit Seb als Teamkollegen“, konstatiert der Monegasse mit dem Engelsgesicht und räumt ein: „Auch wenn wir wie in Brasilien auf der Strecke ein paar Probleme hatten, war die Zusammenarbeit gut. Wir hatten eine gute Beziehung – auch wenn das von außen nicht immer so gewirkt hat. Daher wäre ich glücklich, wenn er bleibt, aber ich werde auch alle anderen Entscheidungen von Ferrari respektieren. Am Ende liegt es an mir, den jeweiligen Teamkollegen zu schlagen.“

Zunächst aber hofft der Ferrari-Pilot auf einen schnellen Start der Saison. „Ich würde schon gerne 12 oder 13 Rennen fahren, damit die WM wirklich ernsthaft verläuft. Aber abgesehen davon: Weniger als zwölf Rennen sind auch besser als nichts.“

Anders als Vettel würde Leclerc Geisterrennen ohne Zuschauer begrüßen: „Es ist definitiv anders, wenn man ohne Zuschauer fährt“, erklärt er. „Du hast sie immer gesehen, gespürt und wahrgenommen. Aber es ist besser als nichts. Daher denke ist, ist es eine gute Möglichkeit, so die Saison zu starten. Wir helfen dabei, die Menschen zuhause zu halten und vor allem können wir wieder ins Auto zurückkehren – was wir alle am meisten vermissen.“

Denn virtuelles Rennfahren kann das echte eben doch nicht ganz ersetzen.

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