Zieht es Lewis Hamilton zum Karriereende zu Ferrari, so wie es sein Idol Ayrton Senna geplant hatte? In Brasilien trägt der Champ Sennas Helmdesign.

Weiß Lewis Hamilton (34) mehr als andere? Kurz vor dem Großen Preis von Brasilien machte der sechsfache Weltmeister konkrete Aussagen über den Fahrermarkt in der Königsklasse im Jahre 2021. “Ich weiß,” sagte der britische Superstar konkret, “dass einige Fahrer schon jetzt mit den Rennställen reden. Es könnte 2021 also einige Veränderungen.” Wen er meinte, ließ er aber wohlweislich offen.Auch, weil er sich selbst meinen könnte.

Zwar betonte Hamilton in Sao Paulo: Er fühle sich mit Mercedes verbunden. Dennoch gebe es keine Eile, den Ende 2020 auslaufenden Vertrag jetzt schon zu verlängern. Die Aussage könnte aber auch einen anderen Hintergrund haben. Noch ist nicht sicher, dass Mercedes auch nach 2020 noch mit eigenem Werksteam in der Formel 1 bleibt. Hintergrund: Bevor Mercedes das neue Concorde Agreement, das ab 2021 gilt und eine Teilnahme mit eigenem Team für weitere fünf Jahre verpflichtet, nicht unterschreibt, ist alles möglich.

Damon Hill Austin 2019
Credit: F1-Insider.com

Zieht Ferraris springendes Pferd Hamilton magisch an?ABMS erfuhr aus sicherer Quelle: Das Team steht zum Verkauf. Möglicher Kandidat ist der US-amerikanische Milliardär Roger Penske (82), der sich gerade die Rechte der Indy-Car-Serie und den Kurs in Indianapolis gekauft hat.

Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hat noch eine andere Theorie: “Ich bin sicher, Hamilton würde gerne noch mal zu Ferrari wechseln. Das würde seiner Karriere die Krone aufsetzen.” Villeneuve zu ABMS: “Außerdem würde er dann das vollenden, was seinem großem Idol Ayrton Senna durch seinen Tod verwehrt blieb.”

Dazu passt: In Sao Paulo trägt Hamilton ein Helmdesign zu Ehren Sennas (s. Bild oben).Und: Senna wollte zu Ferrari wechseln. Das hat Ex-Ferrari-Teamchef Jean Todt auch gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT bestätigt. 

Der heutige FIA-Präsident: “Er wollte für Ferrari fahren und Ferrari wollte ihn haben. Weil er der beste Fahrer war. Ich hatte ein langes Treffen mit ihm vor dem GP Italien in Monza 1993. Wir waren im selben Hotel, in der Villa d’Este am Comer See. Er kam abends gegen 10 Uhr in mein Zimmer und wir diskutierten zwei Stunden lang. Ich war fasziniert vom Klang seiner Stimme. Er sprach sehr langsam und extrem klar. Er sagte, er wolle schon im nächsten Jahr für Ferrari fahren, 1994 also.

Meine Antwort: Das wird schwierig, weil wir mit Alesi und Berger zwei Fahrer unter Vertrag haben. Er entgegnete: In der Formel 1 haben Verträge keinen Wert. Darauf musste ich ihm sagen: Doch, für mich schon. Als ich ihn dann erneut anrief, um ihm ein Angebot für 1995 zu machen, lehnte er ab. Da hatte er sich schon für Williams entschieden. Leider hatte er dann den tödlichen Unfall in Imola.”

Hamilton über sein Idol: “Ich sah als kleiner Junge jemanden im Fernsehen, der etwas außerordentlich gut konnte, wie Superman. Ich liebte Superman, der war mein Lieblings-Superheld. Und Ayrton inspirierte mich, Rennen zu fahren. Aber es war noch viel mehr als das: Ayrton stand für sich selbst gerade. Als kleiner Junge in Stevenage war ich tagtäglich mit Hänseleien konfrontiert, da war das großartig zu sehen, dass er für seinen Glauben und sich selbst kämpfte.”Gut möglich, dass Hamilton nun den Traum seines Idols wahr machen will.

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