Pascal Wehrlein
Pascal Wehrlein. Credit: Formel E

Ferrari und Pascal Wehrlein (24) gehen in Zukunft gemeinsame Wege. Der ehemalige DTM-Champion und Mercedes-Junior Wehrlein wird in dieser Saison Formel-1-Testfahrten für Ferrari im Simulator absolvieren. Das gab Ferrari in einer Pressemitteilung am Montag bekannt.

Der junge Deutsche, der erst vergangene Woche in seinem ersten Formel-E-Rennen in Chile mit seinem Mahindra mit einem zweiten Platz eine weitere Talentprobe abgegeben hat, hat damit einen wichtigen Schritt in Richtung Rückkehr in die Formel 1 gemacht.

Wehrlein ist glücklich jetzt ein Teil des Kultrennstalls zu sein. „Es macht mich extrem stolz und ist eine Ehre für mich, für Ferrari arbeiten zu dürfen“, sagt er bei AUTO BILD MOTORSPORT. „Ich war schon in Maranello und ich habe dort eine Stimmung gespürt, die ich in dieser Form noch nie zuvor erlebt habe. Ferrari ist einfach etwas ganz Besonderes. Ich werde alles dafür tun, Sebastian Vettel und dem gesamten Ferrari-Team zu helfen, die WM zu gewinnen. Sie hätten es mehr als verdient.”

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (49) unterstreicht die Bedeutung, die in der modernen Formel 1 Simulatorfahrten zukommt. “Sie sind extrem wichtig und sind in etwa mit den Testfahrten von früher zu vergleichen, die heute ja extrem eingeschränkt sind.”

Insgesamt vier Simulatorfahrer hat Ferrari 2019 im Programm. Wehrlein, der parallel die Formel-E-Meisterschaft für Mahindra absolviert, wird vom ehemaligen Ex-Toro-Rosso Piloten Brendon Hartley (29) aus Neuseeland unterstützt sowie von den beiden Italienern Antonio Fuoco (22) und GT-Pilot Davide Rigon (32), die schon länger dem Ferrari-Kader angehören.

Die Hauptlast, so heißt es aus Maranello, soll aber auf Wehrlein liegen -zumindest, wenn es keine Überschneidungen mit der Formel E gibt. Extrem wichtig sind dabei die Simulator-Fahrten an den Rennwochenenden. Wehrlein-Vorgänger Antonio Giovinazzi (25), der 2019 als Stammfahrer bei Alfa Romeo Racing im Einsatz ist, hat in Nachtschichten an den jeweiligen GP-Freitagen verschiedene Set-ups probiert, die oft am Samstag von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen übernommen wurden.

Auch ein gutes Zeichen für Wehrlein: Die ehemaligen Ferrari-Simulatorfahrer Daniil Kvyat und Giovinazzi haben nach ihrer Simulator-Lehre 2019 wieder ein Stammcockpit in der Formel 1. Kvyat fährt jetzt bei Toro Rosso.

 

 

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