Formel E in Chile: Deutschland hat den nächsten Sieger

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BMW Maximilian Günther siegt in Chile
BMW Maximilian Günther siegt in Chile. Credit: BMW

Actionreicher ePrix in Santiago de Chile! Maximilian Günther holt sich den ersten Sieg seiner Formel-E-Karriere mit BMW-Andretti.

Deutschland hat seinen zweiten Rennsieger in der Formel E: Am zweiten Rennwochenende nach seinem Wechsel zu BMW-Andretti sichert sich Maximilian Günther seinen ersten Sieg in der Elektroformel.

Es war eine Wahnsinns-Fahrt des Oberstdorfers: Erst rang er im Attacke-Modus Pascal Wehrlein und Mitch Evans nieder, dann führte er das Rennen über weite Strecken an. Bis Antonio Felix da Costa (DS Techeetah) auf den Stempel drückte und sich in Autoscooter-Manier an Günther vorbeirempelte – inklusive Feindberührung.

Doch in der letzten Runde schlug Günther zurück. Auf der langen Geradeaus-Passage fuhr er locker an da Costa vorbei, weil dessen Batterie zu heiß lief. Sieger Günther strahlt: „Ich bin froh, dass ich am Ende diesen Kampf gewonnen habe. Das war echt eine Herausforderung, auch mit dem Energie-Management.“

Race – Last Lap Lead Change!

? LAST LAP OVERTAKE FOR THE LEAD! There’s nothing quite like Formula E.

Gepostet von ABB Formula E am Samstag, 18. Januar 2020

Verrückt: Da Costa saß im Vorjahr noch in dem Cockpit, das nun Günther gehört. Mit dem Überholmanöver an Da Costa löst Günther den Portugiesen zudem als jüngsten Formel-E-Sieger aller Zeiten ab. Er ist erst 22 Jahre alt. 

Günther ist nun der zweite deutsche Formel-E-Rennsieger nach Daniel Abt, der 2018 in Mexiko und Berlin gewann.

Pole-Mann Mitch Evans beendete das Rennen für Jaguar auf Rang drei.

Pascal Wehrlein (Mahindra) verpasste als Vierter das Podium nur knapp. Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler) kam nicht über Rang 14 hinaus. Porsche verbuchte mit André Lotterer und Neel Jani eine Nullrunde. Beide kamen nach Kollisionen nicht in die Wertung.

Mercedes-Pilot Nyck de Vries wurde als Fünfter gewertet, der beste Audi-Pilot war Lucas di Grassi als Siebter.

Dem zweiten Mercedes-Fahrer Stoffel Vandoorne reichte ein sechster Platz, um die Tabellenführung zu übernehmen. Günthers Teamkollege Alexander Sims, nach dem ersten Wochenende in Riad noch Gesamtführender, schied aus. Für Günther waren es die ersten Punkte der Saison. Er ist nun Vierter, 13 Zähler hinter Vandoorne.

In der Konstrukteurswertung führt BMW-Andretti vier Punkte vor Mercedes.

Ergebnis Chile ePrix

1. Maximilian Günther (BMW-Andretti)

2. Antonio Felix da Costa (DS Techeetah)

3. Mitch Evans (Jaguar)

4. Pascal Wehrlein (Mahindra)

5. Nyck de Vries (Mercedes)

6. Stoffel Vandoorne (Mercedes)

7. Lucas di Grassi (Audi Sport Abt Schaeffler)

8. James Calado (Jaguar)

9. Felipe Massa (Venturi-Mercedes)

10. Sam Bird (Virgin-Audi)

Fahrerwertung

1. Stoffel Vandoorne 38

2. Alexander Sims 35

3. Sam Bird 28

4. Maximilian Günther 25

5. Lucas di Grassi 24

6. Oliver Rowland 22

7. Antonio Felix da Costa 21

8. Mitch Evans 21

9. André Lotterer 18

10. Edoardo Mortara 18

11. Nyck de Vries 18

12. Pascal Wehrlein 12

13. Robin Frijns 10

14. James Calado 10

15. Daniel Abt 8

16. Jean-Eric Vergne 4

17. Brendon Hartley 2

18. Jérôme D’Ambrosio 2

19. Felipe Massa 2

20. Nico Müller 0

21. Sébastien Buemi 0

22. Oliver Turvey 0

23. Neel Jani 0

24. Ma Qing-Hua 0

Teamwertung

1. BMW-Andretti 60

2. Mercedes 56

3. Virgin-Audi 37

4. Audi Sport Abt Schaeffler 32

5. Jaguar 31

6. DS Techeetah 25

7. Nissan e.dams 22

8. Venturi-Mercedes 20

9. Porsche 18

10. Mahindra 14

11. Dragon 2

12. Nio333-Dragon 0

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