Kracher-Elektrorennen in Mexiko! Audi schlägt Wehrlein auf letzten Metern.

Was für ein Kracher-Rennen bei ePrix in Mexiko! Der deutsche Mahindra-Pilot Pascal Wehrlein holt erst überlegen die Poleposition und führt das Rennen bis zur letzten Kurve (!) an, dann geht ihm der Saft aus…

Der Schockmoment: Kurz vor der Ziellinie verliert WehrleinPower. Audi-Pilot Lucas di Grassi, der dem Schwaben während der letzten Runden permanent am Heck klebte, nutzt die Schwäche gnadenlos aus und geht wenige Meter vorm Zielstrich an Wehrlein vorbei – im Drift! „Das habe ich auch noch nicht erlebt“, jubelt Ex-Champion di Grassi. „Das war mein bestes Rennen in der Formel E. Es war die perfekte Mischung aus Energie sparen zu Beginn des Rennens und dann im richtigen Moment die Attacken zu setzen.“

Neuling Wehrlein fehlt dagegen noch die Erfahrung, wie man in der Elektroformel nicht nur schnell, sondern auch effizient fährt. Er bekommt anschließend sogar noch eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er wenige Kurven zuvor im Duell mit di Grassi eine Schikane angekürzt hatte. Bitter für Wehrlein, der trotzdem zufrieden sein kann. „Es wäre Platz zwei geworden, aber Strafe ist Strafe. Ich verlasse Mexiko erhobenen Hauptes.“

Formel-E-Boss Alejandro Agag ist jedenfalls begeistert vom Ex-Mercedes-Junior, sagt zu F1 Insider schon vor dem Rennen in Mexiko: „Diese Performance überrascht mich nicht. Ich wusste, dass er ein sehr guter Fahrer und ein Gewinn für die Formel E ist. Ich bin mir sicher, dass er noch diese Saison ein Rennen gewinnen wird.“

Fakt ist: Diese Formel-E-Saison ist echt ein Kracher! Vier Rennen, vier verschiedene Sieger. Neben di Grassi gewannen bisher auch Antonio Felix da Costa (BMW), Jerôme D’Ambrosio (Mahindra) und Sam Bird (Virgin) umfasst.

Das Rennen musste zwischendurch sogar unterbrochen werden. Nelson Piquet rammte das Heck von Jean-Eric Vergne und flog danach durch die Luft, krachte in die Mauer und touchierte auch noch BMW-Pilot Alexander Sims.

Ex-Ferrari-Star Felipe Massa kam auf Rang acht ins Ziel und sammelte damit erstmals Punkte. Von Startplatz drei dürfte sich der Venturi-Fahrer aber mehr erhofft haben. 

André Lotterer (DS Techeetah) wurde Fünfter, Audi-Pilot Daniel Abt Zehnter.

Am 10. März geht es in Hongkong weiter. Dann ist Wehrleinwieder einer der Favoriten: „Wir haben in den ersten drei Rennen jeweils einen Podestplatz erzielen können. Unser Paket ist gut und wir sollten dazu in der Lage sein, jedes Mal aufs Treppchen zu klettern“, ist der neue Ferrari-Formel-1-Testfahrer zuversichtlich. In der Meisterschaft liegt er auf Platz fünf nur noch 23 Punkte hinter Tabellenführer und Stallkollege Jérôme D’Ambrosio, der in Mexiko von Rang 19 auf Platz vier vorpreschte.

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