Formel 1: Katar


McLaren bleibt in Katar unantastbar: Piastri holt die Pole, Norris folgt – und Verstappen kämpft um seine letzte WM-Chance.
McLaren bleibt das Maß der Dinge in Katar: Nach dem souveränen Sprint-Sieg am Nachmittag legt Oscar Piastri im Qualifying nach und holt sich die Pole für den Grand Prix – inklusive neuem Streckenrekord. Teamkollege Lando Norris macht die Papaya-Party komplett und startet als Zweiter.
Der Australier warnt jedoch: „Das wird morgen ein hartes Rennen“, vor allem wegen der zwei Pflichtstopps, die Katar fordert, und der entsprechend hohen Tempi.
Allein: Piastri profitiert im Qualifying auch von einem Patzer des WM-Leaders. Norris bricht seine letzte Runde nach einem Fahrfehler in der ersten Kurven-Kombination ab und räumt seinen eigenen Fehler ein: „Oscar ist stark gefahren. Ich darf mich nicht beschweren. Ich habe einfach die Runde nicht zusammenbekommen.“

Max Verstappen presst derweil alles aus seinem Red Bull heraus – und landet 0,264 Sekunden hinter Piastri auf Platz drei. Seine minimale WM-Chance hält er damit am Leben. „Wir sind immer noch hinten dran“, sagt der viermalige Weltmeister. „Aber ich habe mich jetzt schon etwas wohler gefühlt. Überholen ist schwierig, mal sehen, was wir morgen hinbekommen.“
Bei McLaren ist man gewarnt. „Max denkt vielleicht, dass Kurve eins seine beste Chance ist“, konstatiert McLaren-Boss Zak Brown. „Das wird ein spannender Start morgen.“ Auch Sky-Experte Ralf Schumacher ergänzt: „Das hat Zündstoff.“ Red Bull-Chefberater Helmut Marko zündelt: „Wenn Max neben einem steht, werden die meisten Fahrer nervös.“
Hinter dem Spitzen-Trio reiht sich Mercedes im Doppelpack ein: George Russell wird Vierter, Kimi Antonelli Fünfter. Besonders beeindruckend: Isack Hadjar. Der Racing-Bulls-Rookie holt Startplatz sechs – vor Carlos Sainz im Williams und Fernando Alonso im Aston Martin.
Nico Hülkenberg verpasst Q3 um unfassbare drei Tausendstelsekunden. Ärgerlich – aber es gibt einen Trost:
Er schlägt Teamkollege Gabriel Bortoleto, der als 14. startet. Im teaminternen Sauber-Duell geht Hülkenberg damit mit 12:11 in Führung.

Für Lewis Hamilton nimmt die Krise indes kein Ende: Der siebenmalige Champion scheidet wie schon im Sprint-Qualifying erneut in Q1 aus – diesmal auf Platz 18. Ralf Schumacher bringt es auf den Punkt: „Ich glaube, der ist komplett verzweifelt.“ Hamilton wirkt ratlos, Ferrari macht keine Fortschritte. Drei Q1-Aus in Folge sprechen eine deutliche Sprache.
Teamkollege Charles Leclerc rettet sich zwar ins Q3, sorgt dort aber für eine Schrecksekunde: Ein Highspeed-Dreher in einem ultraschnellen Sektor. Schumacher trocken: „Das ist gar nicht lustig in so einem schnellen Streckenteil.“
Weiter geht’s am Sonntag um 17 Uhr mit dem Start zum Grand Prix. Gewinnt Lando Norris, ist er Weltmeister. Piastri und Verstappen wissen, was sie zu tun haben.
1. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:19.387
2. Lando Norris (GB), McLaren, +0.108
3. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0.264
4. George Russell (GB), Mercedes, +0.275
5. Andrea Kimi Antonelli (I), Mercedes, +0.459
6. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +0.727
7. Carlos Sainz (E), Williams, +0.900
8. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1.031
9. Pierre Gasly (F), Alpine, +1.090
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1.174
11. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +0.966*
12. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +1.046
13. Oliver Bearman (GB), Haas, +1.051
14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +1.147
15. Alex Albon (T), Williams, +1.242
16. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1.374
17. Esteban Ocon (F), Haas, +1.477
18. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +1.520
19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1.671
20. Franco Colapinto (RA), Alpine, +1.750
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!
