Formel 1: Testtag 2
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Carlos Sainz führt die Zeitenliste nach dem zweiten Formel-1-Testtag in Bahrain an. Hamilton gewöhnt sich an Ferrari.
Der zweite Testtag der Formel 1 in Bahrain brachte einige Überraschungen – und eine klare Ansage von Lewis Hamilton. Der siebenfache Weltmeister kommt mit seinem neuen Ferrari SF-25 offenbar immer besser zurecht. Die Bestzeit des Tages sicherte sich allerdings Carlos Sainz im Williams.
Lewis Hamilton hat sich indes gut bei Ferrari eingelebt. Nach seiner ersten Bestzeit am Vormittag resümierte der Rekordchampion zufrieden: „Ich genieße das Auto, wir bonden so langsam.“ Am Ende reichte es für den Briten zu Platz zwei, nur 31 Tausendstelsekunden hinter Sainz. Teamkollege Charles Leclerc rundete mit Platz drei einen starken Tag für die Scuderia ab.
Die Ferrari-Bestzeiten zeigen, dass das Team aus Maranello konkurrenzfähig sein könnte. Dennoch bleiben die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen, da verschiedene Teams mit unterschiedlichen Tankfüllungen und Abstimmungen unterwegs sind.
Dass ein Williams ganz vorne steht, hätten wohl die wenigsten erwartet. Carlos Sainz nutzte eine leichte Verbesserung der Streckenverhältnisse nach der Mittagspause und setzte eine 1:29,348 Minuten auf den Asphalt. Das Team betonte jedoch, dass der Tankinhalt bei dieser Runde relativ niedrig war. Dennoch: Der FW47 lief stabil und spulte insgesamt 127 Runden ab – ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr, als Williams mit vielen technischen Problemen kämpfte.
Auch Mercedes machte mit George Russell (4.) und Rookie Andrea Kimi Antonelli (5.) eine solide Figur. Beide Fahrer fuhren stabile Longruns und sammelten wertvolle Daten zum W16. Vor allem auf den härteren Reifenmischungen zeigte das Team eine gute Performance.
McLaren hielt sich hingegen etwas zurück. Nach der Bestzeit von Lando Norris am Mittwoch konzentrierte sich das Team am zweiten Testtag auf längere Runs, ohne in den Zeitenlisten ganz vorne aufzutauchen.
Während Max Verstappen am Donnerstag keine Fahrzeit bekam, erlebte sein Teamkollege Liam Lawson einen schwierigen Tag. Der Red Bull hatte Probleme mit dem Wasserdruck am Motor, weshalb der Neuseeländer lange in der Garage stand. Verstappen bleibt dennoch optimistisch: „Die Richtung stimmt, der Auftakt hat mir gut gefallen.“
Bahrain bot den Teams auch am zweiten Testtag ungewöhnliche Bedingungen. Leichter Regen sorgte am Vormittag für eine nasse Strecke, nur Esteban Ocon (Haas) testete kurz auf Intermediates. Später fielen vereinzelt Regentropfen.
Das Chaos vom ersten Testtag aus: Am Mittwoch hatte ein Stromausfall die gesamte Strecke lahmgelegt und für eine Unterbrechung gesorgt.
Am Freitag steht der letzte Testtag an – dann wird auch Max Verstappen wieder ins Auto steigen.
01. Carlos Sainz (E), Williams, 1:29,348 min (127)
02. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:29,379 (45)
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:29,431 (83)
04. George Russell (GB), Mercedes, 1:29,778 (71)
05. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:29,784 (87)
06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:30,229 (57)
07. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:30,252 (91)
08. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:30,368 (80)
09. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:30,430 (40)
10. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:30,675 (94)
11. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:30,700 (45)
12. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:30,793 (46)
13. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:30,821 (44)
14. Lando Norris (GB), McLaren, 1:30,882 (77)
15. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:31,057 (80)
16. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:31,457 (56)
17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:33.071 (69)
18. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:34,372 (66)
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