DTM: Lausitzring

Vor dieser Kurve zittert die DTM!

DTM Lamborghini Lausitzring 2021
Die GT-Rennwagen werden am Wochenende durch die erste Steilkurve des Lausitzer Triovals donnern. Credit: DTM

Die DTM fährt an diesem Wochenende am Lausitzring. Dabei sorgt das Comeback der Steilkurve für gemischte Gefühle

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Die DTM fährt an diesem Wochenende am Lausitzring. Dabei sorgt das Comeback der Steilkurve für gemischte Gefühle

Am Wochenende kehrt die deutsche Tourenwagenserie mit ihren neuen GT3-Autos an den Lausitzring zurück. Im Fokus: die erste Steilkurve des Triovals, die erstmals seit 2003 wieder von der DTM unter die Räder genommen wird. 

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Eventchef Frederic Elsner: „Das wird ein atemberaubendes, unvergessliches Erlebnis, wenn die Fahrer mit Highspeed diesen Kurs meistern müssen!“ Doch „Turn 1“ ist seit 2003 die Zitterkurve der DTM!

Damals platzten an den Audis von Christian Abt und Laurent Aiello im ersten Training die Vorderreifen (Dunlop). Die Mauerküsse waren so hart, dass beide Autos nicht mehr repariert werden konnten. Nach den Crashs wurde die mit 5,7 Grad überhöhte Kurve aus der DTM verbannt.

DTM Test 2021 Lausitzring
Credit: Gruppe C Photography

Bis jetzt! Ab heute donnern die rund 550 PS starken Supersportwagen von Audi, Mercedes, Ferrari und Co. wieder durch die 300 Meter lange Kurve. Der neue Reifenpartner Michelin und die DTM versprechen: Wenn alle sich an die technischen Vorgaben halten, besteht keine Gefahr für Reifenschäden. Helfen soll ein Zusatztraining am Freitagvormittag.

Die Piloten haben trotzdem Respekt: „Da braucht man definitiv dicke Eier“, sagt HRT-Mercedes-Fahrer Maximilian Götz. „Die letzten Bilder, die ich im Kopf habe, sind, dass zwei Audis gleich mal aus dem Spiel waren. Die Strecke ist neu für alle von uns, man muss Risiko gehen, um vorne zu sein.“

DTM Tabellenführer van der Linde mit Respekt vor Kurve 1

Tabellenführer Kelvin van der Linde (25, Abt-Audi), der das erste Training auf Platz eins beendet hat: „Im Simulator geht die Kurve fast voll, aber auf der Strecke braucht man dafür ein bisschen mehr Mut. Wir erwarten im Scheitelpunkt ungefähr 245 km/h, was wirklich spannend wird.“ 

Arjun Maini (23/GetSpeed-Mercedes) nimmt sogar das Wort Angst in den Mund: „Ich bin ein wenig im Simulator gefahren, aber das ist anders, weil man da nicht den Highspeed und den Angstfaktor hat wegen der Mauer. Der Angstfaktor fehlt im Sim und der dürfte in dem Oval-Sektor noch mal um einiges höher sein, wenn man mit so hohen Geschwindigkeiten  ankommt.“

Meisterschafts-Leader Van der Linde befürwortet das Kurven-Comeback dennoch: „Wir brauchen diese Art von verrückten Ideen. Die Fans wollen nicht sehen, wie einfach nur Autos im Kreis fahren.“

Apropos Fans: 10000 Zuschauer sind erlaubt. Noch gibt es Tickets, ausschließlich im Vorverkauf über www.dtm.com/tickets und unter 01806-991166.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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