DTM, ADAC GT Masters

Spekulationen: Kauft der ADAC die DTM?

DTM Start 2022
Credit: Gruppe C / DTM

Die Gerüchteküche brodelt: Kann sich die DTM eine weitere Saison nach dem Muster der letzten zwei Jahre nicht mehr leisten?

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Die Gerüchteküche brodelt: Kann sich die DTM eine weitere Saison nach dem Muster der letzten zwei Jahre nicht mehr leisten?

Fakt ist: Es fehlen offizielle Einschreibungen genau wie ein offizieller Kalender. Ausbleiben werden auch die Zahlungen von Audi und BMW, die die Serie nach dem offiziellen Ausstieg Ende 2020 noch finanziell unterstützt hatten. Und es ist kein Geheimnis, dass die DTM stark unter der Corona-Krise gelitten hat.

Deshalb geht es hinter den Kulissen des deutschen Motorsports derzeit heiß her. Konkret heißt das: Die DTM-Dachgesellschaft ITR spricht mit dem ADAC über eine gemeinsame Zukunft mit dem GT Masters. Alles scheint möglich: von einer Kooperation bis hin zum kompletten Verkauf an den ADAC.

„Wir befinden uns aktuell in Gesprächen mit Blick auf das kommende Jahr“, heißt es von der ITR. „Wir können bestätigen, dass wir mit dem ADAC sprechen und mögliche Synergien prüfen, die wir – vor allem zum Vorteil der teilnehmenden Teams und Partner – künftig gemeinsam realisieren könnten. Sobald es eine Entscheidung gibt, werden wir dazu informieren.“

ADAC GT Masters 2022
GT Masters. Credit: Gruppe C Photography / ADAC

Ein gemeinsames Rennwochenende macht allein schon deshalb Sinn, weil beide Serien mittlerweile auf dieselben GT3-Autos zurückgreifen. Doch ein Streit zwischen DTM-Boss Berger und Ex-ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk über die GT3-Hoheit in Deutschland verhinderte bisher eine mögliche Zusammenarbeit.

„Sie müssen jetzt so gescheit sein und ihre Egos ausschalten und an einem Strang ziehen“, hatte Ex-DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck jüngst bei motorsport.com gesagt. „Wir wollen Sport machen und wir wollen als Deutschland eine Vorzeigenation für den GT-Sport sein.“

Eine Zusammenlegung beider Serien mache vor allem deshalb Sinn, weil Kosten gespart und das Interesse verdoppelt werden könne. Stuck: „Dann hast du nur noch einmal die Veranstaltungskosten und die Fans würden es honorieren, weil an der Rennstrecke wirklich was geboten wird. Und wenn man sich vorstellt, dass man gemeinsam den doppelten Erfolg haben könnte, dann muss das die Basis für Diskussionen sein. Es würde jeder profitieren.“

Vor allem der deutsche Rennsportfan.

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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