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Rettet Verstappen deutschen Motorsport? DTM-Boss wird deutlich

NLS 2 Max Verstappen Sieg Mercedes AMG GT3 2026 Nordschleife
Max Verstappen. Credit: Jan Brucke/VLN
Bianca Garloff
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Max Verstappen sorgt mit seinem Nordschleifen-Ausflug für einen Boom im GT-Sport. Davon profitiert auch die DTM. 

Der deutsche Motorsport steht besser da, als viele denken. Die Vorverkaufszahlen zu den 24h am Nürburgring explodieren. Steigende Zuschauerzahlen hat auch die DTM zu verzeichnen, beispielsweise an diesem Wochenende beim Saisonauftakt in Spielberg, wo rund 50.000 Fans erwartet werden.

DTM-Boss Thomas Voss betont im Gespräch mit F1-Insider.com: „Die größten deutschen Sportevents sind Rennveranstaltungen.“

Und trotzdem gibt es ein Problem: Der Einstieg ist teuer. Genau das bremst den Nachwuchs und damit die gesamtgesellschaftliche Relevanz. „Motorsport ist nicht ganz günstig, eine Badehose oder ein paar Fußballschuhe reichen nun mal nicht“, räumt Voss ein.

Gleichzeitig zeigt der Blick zurück, wie stark einzelne Stars den Sport pushen können: „Zu Zeiten eines Michael Schumacher konnte sich der Motorsport vor jungen Leuten und Einsteigern kaum retten“, rekapituliert der ADAC-Sportchef.

Verstappen löst Boom aus

Genau an diesen Effekt erinnert auch aktuell einiges – ausgelöst durch Max Verstappen.

Der Auftritt des viermaligen Formel-1-Weltmeisters auf der Nordschleife hinterlässt weiter seine positiven Spuren. Der GT-Sport rückt verstärkt ins Blickfeld der Öffentlichkeit und mit ihm auch die DTM. 

Voss betont: „Insgesamt hat Verstappen vielen Leuten die Augen für den ganzen GT-Sport und damit auch für die DTM geöffnet.“ Es gehe darum, „dass es neben der Formel 1 auch noch etwas anderes gibt, womit man interessante Rennen fahren kann – ​tolle Autos nämlich, die dem Straßenauto auch noch ähnlich sehen.“

ADAC-Sportchef über Verstappen: Leute sind aufgewacht

Der DTM-Boss sieht darin einen Impuls für den deutschen Motorsport, der über ein einzelnes Event hinausgeht. „Deswegen war es extrem wichtig, dass so ein Fahrer mal so einen Schritt gemacht hat, auch für die DTM. Für den ganzen GT-Sport ist es gut, dass die Leute mal aufgewacht sind und erkennen: Da gibt es auch noch was anderes außerhalb der Formel 1.“

Thomas Voss, DTM-Serienchef, Credit: ADAC Motorsport
Thomas Voss, DTM-Serienchef, Credit: ADAC Motorsport

Positiv ist für ihn auch, wie Verstappen abseits der Königsklasse wahrgenommen wird und sich selbst gibt: „Verstappen geht im GT3-Sport locker und offen mit allen Menschen um und wird nicht so abgeschirmt, wie in der Formel 1“, beobachtet der ADAC-Mann. 

„Riesenschritt für den gesamten Motorsport“

Die Gesamtwirkung bewertet Voss entsprechend hoch. „Das ist ein Riesenschritt für den gesamten Motorsport. So eine öffentliche Aufmerksamkeit, die du dann durch so einen Megastar bekommst, tut dem gesamten Sport gut.“

DTM Test 2026 Mercedes Auer 2026
Lucas Auer. Credit: Gruppe C Photography

Neben der Aufmerksamkeit sieht der ADAC-Mann auch sportlich einen Effekt für die beteiligten Piloten wie Verstappens Teamkollege Lucas Auer, der am Samstag beim DTM-Auftakt in Spielberg Zweiter wurde. 

Voss: „Lucas kann Max viel übers GT-Fahren beibringen. Er fährt in diesem Auto schon ewig und ist fast jedes Wochenende im Cockpit. Parallel bringt Verstappen gewisse Tricks und Kniffe aus der Formel 1 mit, besonders bezüglich Aerodynamik. Da können beide Seiten profitieren.“ 

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Autor

Bianca Garloff
Bianca Garloff

Mit einem Speedway-Stadion vor der Haustür aufgewachsen, Politik, Publizistik und Geschichte studiert, Michael Schumacher zugejubelt; mit dieser Kombination landet sie 2004 bei AUTO BILD. Volontariat auf der Springer-Journalistenschule. Als Redakteurin für AUTO BILD und SPORT BILD erst Schumi, dann Vettel und Rosberg auf den Fersen. Seit 2016 ist sie Redaktionsleiterin von AUTO BILD MOTORSPORT. 2020 wird sie zum Teil von F1-Insider.com, schreibt auch für SPORT1 und das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Twitter: @bgarloff


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