Ab 2027 soll der Verbrenner in der Formel 1 wieder mehr Leistung bekommen und der Elektro-Anteil sinken.
Die Formel 1 rudert zurück! Nach massiver Kritik von Fahrern, Teams und Fans haben FIA und Formel 1 weitere Regeländerungen beschlossen und die gehen klar gegen den extremen Elektro-Anteil der neuen Motoren.
Ab 2027 soll der Verbrennungsmotor wieder deutlich mehr Leistung bekommen. Konkret wird die Power des V6-Aggregats um 50 Kilowatt erhöht, das entspricht rund 67 PS. Gleichzeitig wird die Leistung des elektrischen ERS-Systems um denselben Wert reduziert.
Damit verabschiedet sich die Formel 1 schon nach nur einer Saison wieder teilweise vom umstrittenen 50/50-Konzept zwischen Elektro- und Verbrennerleistung.

Die Änderungen wurden am Freitag in einer Online-Sitzung zwischen FIA, Formel 1, Teams und Motorenherstellern beschlossen. Hintergrund ist die heftige Kritik am neuen Reglement. Viele Fahrer beklagten zuletzt, dass sie durch das extreme Batteriemanagement nicht mehr konstant ans Limit gehen könnten.
Formel 1: Fahrer lieferten „wertvollen Input“
Vor allem Max Verstappen hatte das aktuelle Konzept massiv kritisiert. Der Weltmeister sprach davon, dass schnelle Fahrer in Kurven „bestraft“ würden, weil ihnen anschließend auf den Geraden die Energie ausgehe. Auch andere Fahrer beklagten das sogenannte „Jo-Jo-Racing“ mit künstlichen Geschwindigkeitsunterschieden.
Die FIA spricht jetzt offiziell davon, dass die bisherigen Anpassungen bereits „ein Schritt in die richtige Richtung“ gewesen seien. Gleichzeitig soll weiter an zusätzlichen Änderungen gearbeitet werden.
Besonders wichtig: Auch die Fahrer selbst waren laut FIA aktiv in die Gespräche eingebunden und hätten „wertvollen Input“ geliefert.

Die neuen Anpassungen sollen nicht nur das Racing verbessern, sondern auch Sicherheitsprobleme reduzieren. Zuletzt hatte es immer wieder Diskussionen über langsame Autos auf den Geraden und unvorhersehbare Tempounterschiede gegeben.
Bis die Änderungen endgültig beschlossen werden, müssen allerdings noch die Motorenhersteller zustimmen. Danach folgt die finale Abstimmung im Motorsport-Weltrat der FIA.
Trotzdem ist die Richtung klar: Die Formel 1 reagiert auf die Kritik und gibt dem Verbrennungsmotor wieder mehr Bedeutung.
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