Lewis Hamilton erlebt bei Ferrari eine Renaissance. Ex-Teamkollege Valtteri Bottas glaubt zu wissen, warum der Rekordweltmeister plötzlich wieder um Siege kämpft.
Lewis Hamilton ist zurück im Titelkampf. Nach seinem schwierigen ersten Ferrari-Jahr und einer sieglosen Saison 2025 feierte der Rekordweltmeister zuletzt in Barcelona seinen ersten Grand-Prix-Sieg für die Scuderia. Für Ex-Teamkollege Valtteri Bottas kommt das Comeback nicht überraschend.
Der Finne ist überzeugt: Hamilton hat nie an Geschwindigkeit verloren. Vielmehr würden ihm die aktuellen Formel-1-Autos deutlich besser liegen.
Bottas: Hamilton hat nichts verlernt
Niemand kennt Hamilton im Fahrerlager besser als Bottas. Von 2017 bis 2021 teilten sich die beiden bei Mercedes eine Garage und gewannen gemeinsam mehrere Weltmeisterschaften.
Deshalb beobachtet der heutige Cadillac-Pilot die Entwicklung seines ehemaligen Teamkollegen genau. „Es ist schön zu sehen, dass er gezeigt hat, dass er nichts von seinen Fähigkeiten verloren hat“, sagte Bottas am Rande des Spanien-GP.
Hamilton habe weiterhin das Zeug zu starken Qualifyings und großen Rennen.
Bottas: „Vielleicht steckt seine DNA in diesen Autos“
Besonders interessant: Bottas glaubt, dass die aktuelle Fahrzeuggeneration Hamilton deutlich stärker entgegenkommt als die Autos der vergangenen Jahre. „Vielleicht ist das das erste Auto seit langer Zeit, das ein bisschen seine DNA in sich trägt“, erklärte der Finne.

Kleine technische Unterschiede könnten in der Formel 1 enorme Auswirkungen haben. Die Leistungsunterschiede seien oft minimal, weshalb sich ein Fahrer in einem bestimmten Fahrzeugkonzept deutlich wohler fühlen könne als in einem anderen.
Hamilton: Vom Sorgenkind zum Ferrari-Sieger
Nach seinem Wechsel zu Ferrari Anfang 2025 hatte Hamilton lange mit der Eingewöhnung zu kämpfen. Podestplätze blieben Mangelware, während Teamkollege Charles Leclerc häufig schneller unterwegs war.
2026 präsentiert sich der Brite dagegen deutlich stärker. Mit seinem Sieg in Barcelona und mehreren weiteren Podiumsplätzen hat er sich wieder im WM-Kampf etabliert.
Der Rückstand auf Mercedes-Pilot Kimi Antonelli ist geschrumpft, Ferrari scheint mit dem SF-26 endlich ein konkurrenzfähiges Auto entwickelt zu haben.
Bottas sah Hamilton unter Druck
Rückblickend räumt Bottas ein, dass ihn Hamiltons Formkrise im vergangenen Jahr durchaus überrascht habe. „Er war sehr hart zu sich selbst“, sagt der Finne. Inzwischen wirke der siebenmalige Weltmeister jedoch deutlich entspannter und ausgeglichener.
Für Ferrari könnte das die wichtigste Nachricht überhaupt sein. Denn ein selbstbewusster Lewis Hamilton zählt auch mit 41 Jahren noch zu den gefährlichsten Fahrern im Feld.
Fazit
Valtteri Bottas sieht den Grund für Hamiltons Aufschwung nicht in einer plötzlichen Leistungssteigerung, sondern im Auto. Der Finne ist überzeugt: Hamilton hat sein Talent nie verloren – und die aktuelle Formel-1-Generation passt einfach wieder besser zu seinem Fahrstil.
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