Lewis Hamilton hat in Barcelona seinen ersten Ferrari-Sieg gefeiert. Nico Rosberg glaubt trotzdem nicht an den ganz großen Durchbruch.
Lewis Hamilton hat mit seinem ersten Ferrari-Sieg in Barcelona ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch für seinen ehemaligen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg ist die WM-Frage damit noch nicht beantwortet.
Der Formel-1-Weltmeister von 2016 hatte bereits vor dem Spanien-GP vorausgesagt, dass Hamilton 2026 sein erstes Rennen für Ferrari gewinnen werde. Für den Titel reiche es allerdings nicht.
„Er wird mindestens ein Rennen gewinnen. Aber für die Meisterschaft ist das Auto nicht gut genug und sein Niveau noch nicht ganz dort, wo es sein müsste“, sagte Rosberg im „High Performance Podcast“.
Barcelona verändert die Lage
Nach dem Triumph in Barcelona wirkt diese Einschätzung allerdings nicht mehr ganz so eindeutig. Hamilton gewann nicht durch Glück oder Chaos, sondern aus eigener Kraft. Ferrari setzte Mercedes mit einer aggressiven Drei-Stopp-Strategie unter Druck, profitierte perfekt von einer Virtual-Safety-Car-Phase und kontrollierte anschließend das Rennen.

Vor allem der Ferrari SF-26 hinterließ einen starken Eindruck. Das Auto wirkte erstmals über ein komplettes Rennwochenende schnell, ausgewogen und reifenschonend. Gleichzeitig präsentierte sich Hamilton deutlich selbstbewusster als noch in seiner schwierigen ersten Saison bei der Scuderia.
Antonelli plötzlich wieder in Reichweite
Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch den Ausfall von WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli in Spanien. Der Mercedes-Pilot verlor wichtige Punkte und liegt nun nur noch 41 Zähler vor Hamilton.

Zwar bleibt Mercedes nach sieben Rennen das konstanteste Team im Feld, doch Ferrari scheint mit seinem Barcelona-Update einen entscheidenden Schritt gemacht zu haben. Die große Frage lautet nun: War Spanien nur ein Ausreißer – oder der Beginn eines echten Titelkampfs?
Ferrari muss jetzt nachlegen
Genau hier sieht Rosberg weiterhin den Knackpunkt. Ein einzelner Sieg reiche nicht aus, um gegen Antonelli, George Russell, Charles Leclerc und die McLaren-Piloten dauerhaft zu bestehen.
Hamilton braucht weitere Podien und Siege. Vor allem aber muss Ferrari die positive Entwicklung bestätigen. Der SF-26 muss auch auf schnellen Strecken und bei anderen Bedingungen funktionieren.
Fest steht: Rosbergs Vorhersage vom ersten Ferrari-Sieg ist eingetroffen. Ob auch seine zweite Prognose stimmt und Hamilton am Ende doch kein Titelkandidat ist, dürfte sich in den kommenden Wochen entscheiden.
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