Ferrari baut Druck auf Mercedes auf, setzten die Silberpfeile jetzt auf Teamorder? Kimi Antonelli und George Russell äußern sich.
Mercedes hat nach dem teaminternen Duell in Barcelona Konsequenzen gezogen. Sollte sich eine ähnliche Situation im weiteren Saisonverlauf wiederholen, wird das Team künftig eingreifen. Das bestätigt WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli vor dem Österreich-GP.
In Barcelona hatten sich Antonelli und George Russell auf der Strecke wertvolle Zeit gekostet. Während die beiden Mercedes-Piloten gegeneinander kämpften, rückte Ferrari-Star Lewis Hamilton immer näher und nutzte später seine Chance zum Sieg.
Antonelli kündigt Teamorder an
Nach dem Rennen sprach Mercedes intern über die Szene. Das Ergebnis: Sollte erneut die Gefahr bestehen, dass der Teamkollege durch das Duell einen Konkurrenten zurück ins Rennen bringt, wird das Team künftig eingreifen.

„Wenn wir uns wieder in einer Situation wie in Barcelona befinden und die Konkurrenz dadurch näherkommt, wird es eine Teamorder geben“, erklärte Antonelli. „Vor allem dann, wenn ein Auto schneller ist als das andere.“
Der Italiener betont allerdings, dass Mercedes seinen Fahrern weiterhin freie Duelle erlaubt, solange der Teamsieg dadurch nicht gefährdet wird. „Wenn wir ohne Druck eines anderen Teams gegeneinander kämpfen, können wir Rennen fahren. So wie in Kanada.“
Auch George Russell unterstützt diesen Kurs. Für den Briten steht fest, dass der Erfolg des Teams über allem steht. „Natürlich ist der Sieg für das Team das Wichtigste. Welcher Fahrer gewinnt, spielt dabei keine Rolle“, sagte Russell.
Als positives Beispiel nennt er den Grand Prix von Kanada. Dort lieferten sich beide Mercedes-Piloten über mehrere Runden einen harten Zweikampf, konnten sich gleichzeitig aber vom restlichen Feld absetzen. In Barcelona sei die Situation dagegen völlig anders gewesen.
Mehr News
Russell: „Kimi und ich haben gemeinsam Zeit verloren. Dadurch bekam Ferrari überhaupt erst die Chance, das Rennen zu gewinnen. Genau in solchen Momenten müssen wir als Teamkollegen clever handeln.“
Die Silberpfeile konnten sechs der ersten sieben Rennen der Saison 2026 gewinnen und führen die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft souverän an. Damit das so bleibt, soll künftig im Zweifel das Teaminteresse Vorrang vor dem internen Duell haben.
Eine generelle Stallorder zwischen Russell und Antonelli wird es also noch nicht geben. Mercedes will seine Fahrer weiterhin frei gegeneinander kämpfen lassen, allerdings nur solange dadurch kein möglicher Rennsieg aufs Spiel gesetzt wird.
FOLGT UNS AUF YOUTUBE!
DAS IST F1-Insider.com!