Mick Schumacher kämpft weiter um den Durchbruch in der IndyCar-Serie. Vor dem Rennen in Mid-Ohio wartet auf den Deutschen die nächste Umstellung.
Neue Strecke, wenig Vorbereitung und schon wieder eine neue Stimme im Ohr!
Mick Schumacher (27) steht vor seinem elften Rennwochenende in seiner ersten IndyCar-Saison. Auf dem Mid-Ohio Sports Car Course wartet auf den Deutschen nicht nur eine unbekannte Strecke, sondern auch der nächste personelle Wechsel.
Denn bei Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL) übernimmt ab sofort Todd Malloy die Rolle als leitender Renningenieur für Schumacher. Es ist bereits der vierte Ingenieur-Wechsel beim Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher in dieser Saison.
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Schumacher bekommt erfahrenen Mann an die Seite
Malloy ist allerdings kein Unbekannter. Der bisherige Chef-Ingenieur des gesamten Teams bringt jede Menge Erfahrung mit.
2003 gewann er mit Paul Tracy den Champ-Car-Titel, 2011 war er Renningenieur beim spektakulären Indy-500-Sieg von Dan Wheldon.
Schumacher sieht den Wechsel deshalb positiv: „Road America war gar nicht so schlecht, hoffentlich können wir den Schwung jetzt mit Todd als Renningenieur mitnehmen.“
Der Deutsche weiter: „Er ist in Mid-Ohio extrem erfahren, das ist eine gute Ergänzung für das Team. Ich arbeite zwar schon das ganze Jahr über mit ihm, aber eben in einer anderen Funktion. Es ist gut, ihn jetzt direkt an Bord zu haben.“
Kaum Vorbereitung auf neue Indycar-Strecke
Einfach wird die Aufgabe trotzdem nicht. Denn Schumacher kennt den anspruchsvollen Kurs in Lexington/Ohio noch nicht.
Während andere IndyCar-Teams vor Ort testen konnten, blieb Schumacher nur die Vorbereitung am heimischen Simulator.
Der ehemalige Formel-1-Pilot: „Es ist eine dieser flüssigen, sehr welligen Achterbahn-Strecken. Es wird mein erstes Mal dort sein.“

Und weiter: „Da die Vorbereitung ziemlich minimal war – ich bin nur zu Hause auf meinem eigenen Simulator gefahren –, hoffen wir einfach, das Beste aus dem zu machen, was wir vorfinden.“
Schumacher hofft auf nächsten Schritt
Für RLL ist Mid-Ohio ein besonderes Rennen. Die Familie Rahal hat ihre Wurzeln in der Region, entsprechend groß ist die Bedeutung des Heimspiels.
Schumacher: „Es ist großartig, nach Mid-Ohio zu fahren, in vielerlei Hinsicht die Heimstrecke von RLL.“
Neben Strecke und Setup könnte auch die Hitze ein Faktor werden. Schumacher nimmt es mit Humor: „Ein heißes Rennen ist immer hart, aber zum Glück haben wir die Kühlweste, die uns das ganze Wochenende schön kühl halten sollte.“

Der Deutsche ergänzt: „Wir müssen nur darauf achten, dass sie funktioniert. In Detroit schien sie etwas zu kämpfen zu haben.“
Wichtiges Ziel für Schumacher
Sportlich wartet Schumacher weiter auf den großen Befreiungsschlag. Sein bislang bestes Saisonergebnis ist Platz 16 in St. Louis. Zuletzt landete er in Road America nach einem turbulenten Rennen auf Rang 17.
In der Gesamtwertung liegt der frühere Haas-Formel-1-Pilot aktuell auf Platz 24 mit 102 Punkten.
Das Ziel für die zweite Saisonhälfte: weiter nach vorne arbeiten – und vor allem Konstanz finden. Denn trotz aller Umstellungen will Schumacher beweisen, dass er in der IndyCar-Serie angekommen ist.
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