Schummelvorwürfe von Mercedes Richtung Ferrari? Der Streit der Teamchefs erreicht in der Formel 1 die nächste Eskalationsstufe.
Der Streit zwischen Mercedes und Ferrari geht in Silverstone in die nächste Runde. Nachdem Ferrari-Teamchef Fred Vasseur die Aussagen von Toto Wolff zur Update-Offensive der Scuderia scharf kritisiert hatte, reagiert nun der Mercedes-Boss.
Wolff hatte sich nach den zahlreichen Ferrari-Neuteilen verwundert gezeigt und angedeutet, dass die Scuderia später in der Saison möglicherweise bei der Entwicklung zurückstecken müsse. Vasseur wertete die Aussagen als mögliche Spitze in Richtung Budgetobergrenze und konterte deutlich. „Wenn Red Bull oder Mercedes entwickeln, sind sie Genies. Wenn wir entwickeln, betrügen wir!“, sagte der Ferrari-Teamchef.
Wolff kontert Vasseur
Bei Sky stellt Wolff nun klar, dass seine Aussagen falsch verstanden worden seien. „Fred muss die Zitate lesen und nicht nur die Headlines. Dann wird er verstehen, was ich gesagt habe“, erklärt der Mercedes-Teamchef bei Sky.

Der Österreicher betont, dass er Ferrari keinen Regelverstoß unterstellen wollte. „Er darf nicht immer alles gleich so persönlich nehmen“, legt Wolff nach.
Eine falsche Wiedergabe seiner Worte sieht der Mercedes-Boss allerdings nicht: „Nein, überhaupt nicht. Ich habe am Ende gesagt, dass sie wahrscheinlich irgendwann mit den Upgrades zurückstecken müssen, weil jetzt sehr viel gekommen ist.“
„Keine Rede von Cheating“
Wolff macht deutlich, dass es nie um einen Betrugsvorwurf gegen Ferrari gegangen sei: „Das ist keine Rede von Cheating oder was auch immer, sondern nur ein faktisches Statement.“
Gleichzeitig kann sich der Mercedes-Teamchef einen kleinen Seitenhieb gegen seinen langjährigen Weggefährten nicht verkneifen: „Fred geht sehr schnell an die Decke, aber so ist es. Ich kenne ihn seit 25 Jahren.“
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Auf die Frage nach dem Freundschaftsverhältnis zwischen den beiden Teamchefs antwortet Wolff deutlich: „Wir sind hier in erster Linie Konkurrenten.“
Sportlich gibt es für Mercedes in Silverstone dagegen Grund zur Freude. Kimi Antonelli setzt sich im Sprint gegen Lewis Hamilton durch und feiert den Sieg. Vor allem das Reifenmanagement seines jungen Fahrers beeindruckt Wolff. „Er macht das schon sehr gut dafür, dass er erst im zweiten Jahr ist“, lobt der Mercedes-Boss.
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