Aston Martin kämpft 2026 mit dem schwächsten Motor im Formel-1-Feld. Jetzt steht fest, wann Honda nachbessert: Direkt nach der Sommerpause soll in Zandvoort eine überarbeitete Power Unit debütieren.
Nach dem großen Chassis-Update, das Aston Martin beim Ungarn-GP einsetzen will, folgt wenig später die nächste wichtige Neuerung. Motorenpartner Honda bringt den lange angekündigten überarbeiteten Antrieb zum Grand Prix der Niederlande in Zandvoort Ende August.
„Unser Ziel sind die Niederlande. Wir arbeiten hart daran, alle Punkte auf unserer Aufgabenliste rechtzeitig abzuschließen und die neue Power Unit dort einzusetzen“, erklärte Hondas Trackside General Manager Shintaro Orihara.
Honda: Mehr Leistung und bessere Zuverlässigkeit
Der Fokus der Ingenieure liegt vor allem auf der Performance. Dafür überarbeitet Honda unter anderem die Verbrennungskammer und die Vorkammer des V6-Turbomotors. Außerdem wird das Schmiersystem optimiert, um Reibungsverluste zu reduzieren.
„Unser Fokus liegt darauf, die Motorleistung zu verbessern“, sagte Orihara. Gleichzeitig müsse aber auch die Zuverlässigkeit steigen: „Wenn wir die Performance erhöhen, müssen wir natürlich auch die Standfestigkeit verbessern.“

In den vergangenen Monaten hatte der Honda-Antrieb nicht nur mit mangelnder Leistung zu kämpfen. Auch die Fahrbarkeit bereitete Probleme. Vor allem beim Herunterschalten klagten die Fahrer immer wieder über ein unruhiges Fahrverhalten. Zu Saisonbeginn sorgten schwere Vibrationen dafür, dass die Fahrer Fernando Alonso und Lance Stroll ihre grünen Renner vorzeitig abstellen mussten.
Aston Martin-Honda erwartet keine Wunder
Trotz der umfangreichen Änderungen dämpft Honda die Erwartungen. „Es gibt keine Magie in der Formel 1“, betonte Orihara. Mit einem einzigen Update werde man den Rückstand auf die Konkurrenz nicht aufholen können.
Der neue Motor soll deshalb nur der erste Schritt sein. Eine weitere Ausbaustufe wird es in dieser Saison allerdings nicht mehr geben. Stattdessen richtet Honda den Blick bereits auf 2027. Nach Saisonende sollen große Teile der Entwicklungsabteilung vollständig auf das neue Motorenprojekt umgestellt werden.
Für Aston Martin kommt das Upgrade dennoch zur richtigen Zeit. Nach einer bislang enttäuschenden Saison hoffen Fernando Alonso und Lance Stroll, mit neuem Chassis und stärkerem Motor zumindest den Anschluss ans Mittelfeld wiederherstellen zu können.
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