Sebastian Vettels Wechsel zu Aston Martin kostete Sergio Perez sein Cockpit und ermöglichte ihm damit indirekt eine ganz neue Möglichkeit.
Sergio Perez hat über einen entscheidenden Moment seiner Formel-1-Karriere gesprochen. Ausgerechnet Sebastian Vettel sorgte indirekt dafür, dass der Mexikaner seinen langjährigen Rennstall verlassen musste und schließlich Teamkollege von Max Verstappen bei Red Bull wurde.
Perez fuhr von 2014 bis 2020 für das Team aus Silverstone, zunächst unter dem Namen Force India und später für Racing Point. Eigentlich ging der Mexikaner davon aus, auch beim Übergang zu Aston Martin langfristig Teil des Projekts zu bleiben.

Doch dann kam Vettel auf den Fahrermarkt. Ferrari hatte bereits frühzeitig bekannt gegeben, den Vertrag mit dem viermaligen Weltmeister nach der Saison 2020 nicht zu verlängern. Aston Martin griff zu, Perez musste seinen Platz räumen.
Perez: „Es gibt keine Loyalität“
„Es war schwierig, weil ich einen Dreijahresvertrag mit dem Team hatte, natürlich mit entsprechenden Optionen“, erinnert sich Perez im „High Performance“-Podcast.
Der heutige Cadillac-Pilot hatte große Hoffnungen in das Projekt: „Ich dachte wirklich, dass ich gemeinsam mit Lawrence und Lance Teil dieses Projekts sein würde. Aber dann wurde Sebastian verfügbar.“
Perez konnte die Entscheidung dennoch nachvollziehen. „Ein viermaliger Weltmeister wurde verfügbar und ich verstand, wie dieser Sport funktioniert. Ich wusste, dass Lawrence großes Interesse haben würde.“

Die entsprechende Vertragsoption bei Perez wurde nicht gezogen, stattdessen verpflichtete das zukünftige Aston-Martin-Team Vettel. „Da dachte ich mir: ‚Schau, in diesem Sport gibt es keine Loyalität.‘ Ich habe es aber nicht persönlich genommen“, erklärt Perez. Bis heute habe er ein gutes Verhältnis zu den Verantwortlichen bei Aston Martin.
Plötzlich klopfte Red Bull an
Perez konzentrierte sich anschließend auf seine Leistungen auf der Strecke und feierte Ende 2020 in Sakhir sogar seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Kurz darauf öffnete sich überraschend die Tür bei Red Bull.
„Das einzige Team, bei dem ich dachte, dass ich es niemals versuchen würde, war Red Bull, weil sie immer ihre eigenen Nachwuchsfahrer haben“, verrät Perez.
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Doch genau dort landete er schließlich. Ab 2021 ersetzte er schließlich einen schwächelnden Alexander Albon bei Red Bull, wurde Teamkollege von Verstappen, gewann fünf weitere Grands Prix und half Red Bull 2022 und 2023 zum Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.
Ohne Vettels Wechsel zu Aston Martin wäre es dazu womöglich nie gekommen. Der Deutsche verdrängte Perez aus Silverstone und ebnete damit dessen Weg zu Red Bull.
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