Ferrari plant für den Belgien-GP ein spezielles Technikpaket. Ein neuer Heckflügel soll dem SF-26 auf den Geraden mehr Topspeed bringen.
Ferrari will beim Großen Preis von Belgien wohl mit einem speziellen Technikpaket den nächsten Angriff auf Mercedes starten. Im Mittelpunkt der Entwicklungen steht dabei ein neuer Heckflügel für den SF-26.
Nach dem jüngsten Sieg von Charles Leclerc in Silverstone scheint die Scuderia endgültig wieder näher an die Spitze herangerückt zu sein. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Spa-Francorchamps wartet auf Ferrari allerdings eine ganz andere Herausforderung.

Vor allem auf den langen Geraden kommt es neben dem Energiemanagement auf eine möglichst hohe aerodynamische Effizienz an. Genau hier soll Ferrari mit mehreren Anpassungen ansetzen.
Ferrari arbeitet an neuem Heckflügel
Wie italienische Medien berichten, hat Ferrari ein spezielles Low-Downforce-Paket für Strecken wie Spa und Monza entwickelt. Herzstück soll ein neuer Heckflügel sein, der intern beziehungsweise in Medienberichten den Spitznamen „Macarena“ trägt.
Die Entwicklung soll darauf abzielen, den Luftwiderstand des SF-26 weiter zu reduzieren, ohne in den schnellen Kurven zu viel Abtrieb zu verlieren.
Zuletzt nutzte Ferrari seinen Filmtag auf der neuen Formel-1-Strecke in Madrid offenbar auch, um unterschiedliche aerodynamische Konfigurationen zu vergleichen. Unter anderem wurden am Auto von Charles Leclerc Veränderungen im Heckbereich getestet.

Zusätzlich könnte Ferrari in Belgien auf ein Aerodynamik-Element im Bereich des Auspuffs verzichten, das zusätzlichen Abtrieb erzeugt, gleichzeitig aber den Luftwiderstand erhöht. Auch ein auf weniger Abtrieb ausgelegter Unterboden wird als mögliche Option genannt.
Debüt in Spa noch nicht sicher
Ob der neue Heckflügel tatsächlich bereits beim Belgien-GP zum Einsatz kommt, scheint allerdings noch nicht endgültig entschieden zu sein. Demnach hängt die Einführung unter anderem davon ab, ob Ferrari rechtzeitig genügend Exemplare produzieren kann.
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Die Scuderia möchte offenbar vermeiden, ein neues Bauteil einzusetzen, ohne ausreichend Ersatzteile für das komplette Rennwochenende zur Verfügung zu haben. Eine endgültige Entscheidung könnte deshalb erst kurzfristig fallen.
Spekulationen über den möglichen Geschwindigkeitsgewinn gehen derweil weit auseinander. Während von rund drei km/h zusätzlichem Topspeed die Rede ist, nennen andere Berichte sogar Werte von bis zu elf km/h. Offiziell bestätigt sind diese Zahlen allerdings nicht.
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