Formel 1 plant bis zu 19 Geisterrennen

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Ferrari
Ferrari. Credit: Ferrari

Sportchef Ross Brawn plant mit einem Beginn der Formel-1-Saison im Juli – in Spielberg oder Silverstone also. Und er rechnet in dem Fall sogar mit 19 möglichen Rennen. Der Brite erklärt auf Sky Sports F1, wie das gehen soll: „Drei Rennen, dann ein Wochenende Pause, drei Rennen, ein Wochenende Pause.“

Und weiter: “Wir könnten ein geschlossenes Umfeld haben.” Heißt:  Die Teams werden vom Flughafen zur Strecke geschleust und regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Zuschauer wären nicht erlaubt.  “Das ist nicht toll, aber immer noch besser als überhaupt kein Rennen”, so Brawn.

Allein: Ist das wirklich eine realistische Variante? 19 Rennen in 27 Wochen – oder weniger?

Fakt ist: Die Formel 1 muss Optimismus versprühen. Bei weniger als 15 Rennen können die TV-Anstalten ihre Beiträge senken. Und mindestens acht Rennen auf drei Kontinenten sind nötig für eine Weltmeisterschaft. Das weiß auch Brawn und rechnet vor: “Acht Rennen könnten wir noch haben, wenn wir im Oktober beginnen würden.”

Ein realistischer Ausblick ist vor Ende Mai allerdings ohnehin nicht möglich. Reisebeschränkungen gelten auch für die Formel 1 und aufgrund hoher Reisekosten rechnen sich die Rennen für die Teams nur, wenn auch die Strecken weiter Antrittsgelder zahlen. Doch das ist bei Geisterrennen vor allem in Europa alles andere als wahrscheinlich.

Die Formel 1 sollte jetzt realistisch bleiben. Ein Rennmarathon ohne Zuschauer macht weder für Fans noch für die Teams Sinn. Immerhin: Eine Verlängerung der WM in den Januar hinein steht derzeit nicht zur Debatte.

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