Lob oder Ohrfeige? Vettel “Außenseiterkandidat”

1
Vettel zu Mercedes? (Montage)
Vettel zu Mercedes? (Montage)

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat Sebastian Vettel Außenseiterchancen für ein Cockpit bei den Silberpfeilen ab 2021 eingeräumt. Was nach einem Lob klingt, ist eigentlich eine Watsch’n… Ein Kommentar.

„Sebastian ist natürlich eine tolle Persönlichkeit, mit vier Weltmeistertiteln ein wirklich herausragender Rennfahrer seiner Generation und ein Außenseiterkandidat für ein Cockpit bei Mercedes, weil wir in allererster Linie auf unseren Mercedes-Kader schauen“, sagte Wolff am Mittwoch in einer Video-Pressekonferenz mit deutschen Journalisten. „Vom Talent und der Persönlichkeit her ist er jemand, zu dem ich keinesfalls sofort nein sagen würde.“

Doch dann kam das große Aber in der Argumentation des Österreichers.

„Zum Timing will ich mir nicht unbedingt selbst ein enges Korsett schaffen“, so Wolff über den Zeitplan zur Klärung der Fahrerfrage für 2021. „Wir wollen beide Fahrer frei drauflos fahren lassen und auch sehen, wie sich George (Russell) macht, und werden dann im Laufe des Sommers diese Entscheidung treffen.“ Russell (22) stammt aus dem Mercedes-Nachwuchskader und fährt derzeit für Williams.

MEHR LESEN: BERGER LOCKT VETTEL IN DIE DTM

Heißt also: Der viermalige Weltmeister Vettel muss sich im Kampf ums Mercedes-Cockpit mit einem Rookie messen, der noch nichts erreicht hat. Und dazu mit Lewis Hamiltons amtierendem Wingman Valtteri Bottas. Eine Hinhalte-Taktik, die mit Wertschätzung und ehrlichem Interesse nicht wirklich viel zu tun hat.

Dazu passt: Für Wolff macht eine Vettel-Verpflichtung keinen Sinn. Er will mit Lewis Hamilton Michael Schumachers sieben WM-Titel übertrumpfen. Da stört Vettel nur. Der Österreicher wird nicht den Fehler machen, sich erneut der Situation auszusetzen, in die ihn das Stallduell Hamilton vs. Rosberg gebracht hat. Auch deshalb macht eine Vertragsverlängerung mit Valtteri Bottas oder eine Beförderung von George Russell mehr Sinn als die Fahrerkombination Hamilton/Vettel.

Ob Formel-1-Boss Chase Carey also seinen Wunsch erfüllt bekommt? Er sagt zu RTL: „Jemand wie er, der ein Held für so viele ist und so viel erreicht hat, da würde ich hoffen, dass er noch Rennen fährt, wenn er 60 ist. Aber letztlich ist das seine Entscheidung. Er hat sicher genug erreicht, aber es scheint, als hätte er noch immer Lust, sich in Wettkämpfen zu messen.“

FOLGT UNS AUF TWITTER!

1 KOMMENTAR

  1. Was ist nur aus der Formel 1 geworden? Milliardärssöhnchen bekommen die Cockpits, ein Vierfach-Weltmeister wird gehen müssen… Wenn das wirklich so kommen sollte, habe ich mein letztes F1-Rennen angeschaut! Und Ferrari? Ich war immer Ferraristi, das ist vorbei! Und Seb: alles Gute, bleib wie du bist, so lieben dich dein Fans!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here