Montezemolo: Senna wollte vor Imola zu Ferrari wechseln

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Senna im Ferrari Montage
Senna im Ferrari Montage

Ayrton Senna und Ferrari. Die Vorstellung, dass die beiden legendärsten Namen im Rennsport zusammenarbeiten wollten, sorgt bei Formel-1-Fans immer noch für Gänsehaut.

Jetzt hat der ehemalige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo dieser Geschichte ein weiteres Kapitel hinzugefügt.

Auf Sky Italia verrät der Landgraf: “Er besuchte mich in Bologna am Wochenende vor der Tragödie in Imola. Er sagte mir, dass er um jeden Preis für Ferrari fahren und sich von Williams trennen wolle.”

Montezemolo weiter: “Wir wollten uns auf nach Imola vertagen. Dann passierte, was passiert ist.” Senna verlor am 1. Mai 1994 bei einem tragische Unfall in der Tamburello-Kurve sein Leben.

Der Italiener: “Senna sollte die Eiscreme auf dem Kuchen werden – so wie später dann Michael.”

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Schumacher und Senna zusammen, das hätte für Montezemolo aber nicht funktioniert. “Ein schöner Traum”, sagt er. “Aber wir hätten uns damit ins Knie geschossen. Mit zwei Stars auf dem Level in einem Team gewinnst du nicht.”

Gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT und unserer Kollegin Bianca Garloff hatte auch der heutige FIA-Präsident und früherere Ferrari-Teamchef Jean Todt 2017 verraten: „Ayrton wollte für Ferrari fahren und Ferrari wollte ihn haben. Ich hatte ein langes Treffen mit ihm vor dem GP Italien in Monza 1993. Ich war fasziniert vom Klang seiner Stimme. Er sagte, er wolle schon im nächsten Jahr für Ferrari fahren, 1994 also. Aber wir hatten mit Alesi und Berger bereits zwei Fahrer unter Vertrag. Er entgegnete: ,In der Formel 1 haben Verträge doch keinen Wert.‘ Für mich schon. Als ich ihn dann erneut anrief, um ihm ein Angebot für 1995 zu machen, lehnte er ab. Da hatte er sich schon für Williams entschieden.“

Mit Montezemolos Aussagen bekommt die Geschichte Senna-Ferrari nun noch einmal eine ganz neue Tragik…

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