Vettel zu Mercedes: Sagt Wolff nein?

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Vettel und Hamilton 2021 bei Mercedes?
Vettel und Hamilton 2021 bei Mercedes? Credit: Montage

Der Corona-Wahnsinn hat längst die Formel 1 erreicht und damit auch Sebastian Vettel. Jeden Tag überschwemmen Meldungen den Markt. Im Mittelpunkt dabei: die Zukunft von Deutschlands viermaligem Weltmeister.

Seit bekannt wurde, dass der Heppenheimer und Ferrari nach dieser Saison getrennte Wege gehen, gibt es in der Medienwelt kein Halten mehr: Hört er auf? Wechselt er zu Mercedes? Will das Weltmeisterteam ihn überhaupt?

Zuletzt sorgte der Tweet eines italienischen Journalisten für Aufsehen. Giuliano Duchessa behauptet, der Daimler-Vorstand würde „hart für Vettel kämpfen“, aber Teamchef Toto Wolff und Lewis Hamilton seien dagegen. 

Tweet sorgt für Irritationen

Der Italiener, der für ein Online-Portal schreibt, ist wohl schon mal in der Formel 1 akkreditiert gewesen. Bekannt ist er im Fahrerlager aber nicht. Das Problem: Durch die sozialen Medien werden selbst solche Lautsprecher als seriöse Quellen genutzt, die sonst nie Gehör finden würden.

Was nicht heißt, dass an der Story „Vettel zu Mercedes“ nichts dran ist.

Wie SPORT 1, AUTO BILD MOTORSPORT und F1-Insider.com gemeinsam enthüllten, will der Hesse in den Silberpfeil. Das Beste oder nichts. Das schreiben mittlerweile alle anderen deutschen Medien (ab). 

Auch Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko verriet bei Sky: „Ich habe mit Seb gesprochen und der Tenor war: Wenn er in ein Siegerteam kann, macht er weiter. Sonst nicht.“ 

Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigt sich allerdings wenig offen für Verhandlungen mit dem Deutschen. Ihm sei Loyalität zu seinen aktuellen Piloten wichtig, erklärt der Österreicher. Soll heißen: Für ihn geht es vordergründig zwischen Valtteri Bottas und Mercedes-Junior George Russell um den Platz neben Superstar Lewis Hamilton.

Bleibt Wolff bei Mercedes?

Fraglich bleibt, ob Wolff bei Mercedes auch 2021 noch eine operative Rolle spielen wird. Der 30-Prozent-Gesellschafter bestätigt, dass man sich in Diskussionen über die Zukunft befindet. Wolff im ORF: “Da geht’s nicht nur darum, ob ich meinen Vertrag als Teamchef verlängere, sondern auch was wir mit dieser gemeinsamen Firma (Mercedes-F1-Werksteam; d. Red.) weiter machen.”

Es ist offensichtlich, dass der Wiener unter der neuen Konzernführung keine Carte Blanche mehr hat wie zu Zeiten von Källenius’ Vorgänger Dieter Zetsche. Möglich deshalb, dass Källenius bei Fahrerfragen selbst entscheidet und sich für den großen Marketingeffekt entscheidet, den eine Vettel-Verpflichtung neben dem sportlichen Aspekt auslösen würde.

Fest steht: Im Bottas-Lager hat man Zweifel, dass es 2021 bei Mercedes noch eine Zukunft gibt. Wie Motorsport-total.com berichtet, hat Didier Coton, einer der Manager von Valtteri Bottas, bereits Renault kontaktiert. F1-Insider.com erfuhr zudem: Coton hat aus dem gleichen Grund auch Red Bull-Teamchef Christian Horner zum Essen eingeladen. 

Ein mögliches Szenario unter den neuen Bedingungen nach Corona und der Vettel-Trennung von Ferrari: Mercedes bleibt bis mindestens Ende 2021 als Werksteam in der Formel 1 und gibt Vettel damit ein Jahr lang die Chance, seinen fünften Titel zu holen. Das scheint realistisch, weil Formel-1-Boss Chase Carey die Unterzeichnung des neuen Grundlagenvertrags nach hinten geschoben hat.

Wird Concorde Agreement aufgeschoben?

Carey: „Wenn 2021 naht, können wir erstmal sagen: Das sind die Regeln, das die Strukturen. Wenn Ihr Rennen fahren wollt, sind das die Rahmenbedingungen.“

Mercedes muss sich also derzeit nicht langfristig an die Königsklasse binden. Das könnte tatsächlich Vettels Chance werden.

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