Da kann einem schon mal die Luft wegbleiben…

Wenige Meter vorm Zielstrich zerlegt Valtteri Bottas seinen Mercedes in der letzten Kurve seiner letzten Runde im Qualifying zum Großen Preis von Mexiko. Der Finne kommt etwas zu weit nach außen, verliert Grip und biegt ab in die Mauer. Heftig schlägt der Silberpfeil dann auch noch frontal in die Reifenstapel ein.

Bottas meldet sich am Funk mit einem “Ok”, atmet dabei aber gut hörbar. Kein Wunder: Beim Crash wirkten 17g, Bottas muss ins Medical Center.

Später verrät er: “Ich bin zu tief in diese Kurve getaucht, das erzeugte Mitte der Kurve zu viel Untersteuern, die Linie wurde immer weiter, ich konnte sehen, wie das linke Vorderrad Dreck aufzulesen beginnt, dann verlor ich Haftung und knallte in die Mauer, der Aufprall war heftig, aber richtig hart war, was danach kam: Ich rutschte an der Mauer entlang, und irgendwann dort beginnt eine Reihe von TecPro-Barrieren, und in die prallte ich voll. Es war, als würdest du in eine Mauer fahren.”

Deshalb pumpte der Finne auch so am Funk: “Beim letzten Aufprall ist mir der Atem weggeblieben, und es dauerte einen Moment, bis sich meine Atmung wieder normalisiert hat. Beim Aufprall sind außerdem auch noch meine Knie aneinander geschlagen. Dabei ist vielleicht ein Nerv getroffen worden, jedenfalls hatte ich in den ersten paar Minuten kaum Gefühl im rechten Knie. Jetzt aber ist wieder alles normal.”

Nur nicht in der Box. Die Mechaniker erwartet eine Nachtschicht. Mercedes bestätigt später: Der Renner ist schwer beschädigt. Ich bin aber zu 90 Prozent sicher, dass wir ihn ohne Strafe hinbekommen. Das Getriebe hat auf den ersten Blick nichts abbekommen.”

Bottas sollte also von Platz sechs aus starten können.

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