Rennfahrer-Söhne: Alesi steigt aus, Schumi steigt auf

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Giuliano Alesi Credit: Ferrari
Giuliano Alesi Credit: Ferrari

Giuliano Alesi muss seinen Traum von der Formel 1 wohl begraben. Der Franzose fliegt aus dem Ferrari-Kader, Geld ist keines mehr da.

Giuliano Alesi steht mit erst 21 Jahren vor dem Trümmerhaufen seiner Karriere. Zwei Rennwochenenden in der Formel 2 in Bahrain hat der Franzose noch, dann dürfte seine Karriere womöglich schon beendet sein.

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Vater Jean Alesi, Sieger des Kanada-GP 1995, enthüllt im „Blick“: „Wir haben für 2021 keine Sponsoren. Ferrari hat ihn aus der Academy entlassen – und ich kann kein privates Geld mehr aufbringen. Ich habe sogar meinen Ferrari F40 verkauft.“

Im März 2016 wurde Alesi junior in den Nachwuchskader von Ferrari aufgenommen. Seither gewann er vier von 48 Rennen in der GP3 und null von 42 Rennen in der Formel 2. Das ist zu wenig, um etwa mit den anderen Ferrari-Junioren Mick Schumacher, Callum Ilott und Robert Shwartzman Schritt zu halten. Gewiss: In der Formel 2 hatte er mit Trident, HWA und MP nicht die besten Teams, aber es fehlten auch die Aha-Momente.

Giuliano Alesi Credit: Ferrari
Giuliano Alesi Credit: Ferrari

Das Beispiel Alesi zeigt, dass der Name alleine nicht entscheidend ist. Es braucht auch Talent – und die Fahrer müssen dem Druck standhalten. Mick Schumacher hat das geschafft und wird daher 2021 in der Formel 1 an den Start gehen. Zum 17. Mal schafft es damit ein Sohn eines früheren GP-Piloten in die Königsklasse des Motorsports.

„Ich glaube, Druck ist im Motorsport immer da“, sagt Mick selbst. „Und das gilt für jeden Fahrer und in jeder Kategorie. Denn wenn man seine Leistung nicht abruft, wird das irgendwann bestraft.“ Nach Informationen von F1-Insider.com steht bereits fest, dass der junge Schumi 2021 für Haas-Ferrari an den Start gehen wird. Mit der Verkündung des Duos Schumacher/Nikita Mazepin warten die US-Amerikaner nur deshalb, weil der Russe noch nicht die nötige Punktzahl für seine Superlizenz zusammen hat.

Mazepin benötigt in dieser Wertung noch acht Punkte. Die würde er für den siebten Rang in der Gesamtwertung der Formel 2 erhalten, vier Rennen vor Schluss steht er punktgleich mit Landsmann Robert Shwartzman auf Platz fünf. Teamchef Günther Steiner bestätigt: „Wir haben noch ein paar Kleinigkeiten auszusortieren.“

Michael Zeitler und Bianca Garloff

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